Hiddenhauser (25) vor Gericht – Verbindung zu Großfamilie Drogen und Falschgeld in Umlauf gebracht?

Herford (WB/jmg). Seit Dienstag muss sich ein Hiddenhauser (25) wegen der Verbreitung von Falschgeld und Drogenhandel vor dem Herforder Amtsgericht verantworten. Weil allerdings zwei wichtige Zeugen nicht erschienen waren, musste Richterin Alea Blöbaum die Hauptverhandlung aussetzen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Michael W. wird vorgeworfen, im Dezember 2015 für 600 Euro Falschgeld im Wert von 1200 Euro gekauft zu haben. Damit soll er versucht haben, in einer Veranstaltungshalle und einem Hotel in Berlin zu bezahlen. Ebenso soll er versucht haben, Passanten das Falschgeld in Tauschgeschäften unterzujubeln.

Außerdem wird W. zu Last gelegt, zwischen März und August 2016 Drogen verkauft zu haben – es soll sich um Marihuana und Kokain gehandelt haben. W. bestreitet die Vorwürfe.

Verbindung zu Großfamilie?

Der Mann, von dem er sich die Betäubungsmittel für den Weiterkauf besorgt haben soll, machte zur Verhandlung von seinem Schweigerecht Gebrauch, weil er sich selbst hätte belasten können. Er soll zu einer Herforder Großfamilie gehören, mit der sich die Behörden schon mehrfach beschäftigt haben.

Sie soll sich vorwiegend im Drogengeschäft bewegen. Aber auch der blutige Streit vor dem Marktkauf am Deichkamp, bei dem ein 19-Jähriger einen 17-Jährigen mit zwei Messerstichen schwer verletzte, soll damit zusammenhängen.

Vater der Ex-Freundin soll sich eingeschaltet haben

Die zweite Zeugin, die Ex-Freundin des Angeklagten, fehlte ebenfalls – allerdings ohne Begründung. Gegen sie wurde deshalb ein Ordnungsgeld in Höhe von 150 Euro verhängt. Der Angeklagte ließ über seinen Rechtsanwalt Jerrit Schöll seine Bedenken gegenüber der Zeugin mitteilen: Einerseits sei die zweijährige Beziehung »unschön zu Ende gegangen«. Andererseits habe sich W. in der Vergangenheit immer wieder der Wut des Vaters der jungen Frau ausgesetzt gesehen. Dieser sei Polizist und auch in mehreren Ermittlungen gegen den Angeklagten tätig gewesen. Zudem habe er W. via Facebook immer wieder gedroht, ihn für sein Taten zur Rechenschaft zu ziehen, wie Verteidiger Schöll erklärte.

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