Rat soll im Januar über Behelfsunterkünfte in der Hammersmith-Kaserne entscheiden Stadt plant 500 Container für Studenten

Herford (WB). Die Pläne für die Unterbringung von 340 Studenten der Fachhochschule für Finanzen in Containern werden konkreter: Die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEH) soll die Errichtung einer Containeranlage mit 500 Einheiten als Wohnunterkünfte prüfen.

Von Peter Schelberg

Dieses Ergebnis der nichtöffentlichen Sitzung des Aufsichtsrates bestätigte SEH-Geschäftsführer Norbert Landshut am Freitag auf Anfrage: »Wir sind jetzt dabei, belastbare wirtschaftliche Kalkulationen einzuholen.« Die endgültige Entscheidung über den Bau einer temporären Containeranlage bleibe aber einem gesonderten Ratsbeschluss vorbehalten, betonte er. Der Rat soll nach HK-Informationen am 15. Januar zu einer Sondersitzung einberufen werden.

Aufgestellt würden die Behelfsunterkünfte für die zweite Entwicklungsstufe der Fachhochschule (FHF) auf dem Exerzierplatz der Hammersmith-Kaserne an der Vlothoer Straße – »rechtzeitig vor dem 1. September 2018«, wie Landshut klarstellte. Die Rede ist von 500 Containern, die für die Unterbringung und Versorgung der 340 Studierenden erforderlich wären und zunächst für ein Jahr angemietet würden.

»Ein Platzproblem gibt es nicht«, sagte Landshut. Voraussichtlich würden die Container gestapelt – ob zwei- oder dreigeschossig, müsse geklärt werden. Ein Container diene jeweils zur Unterbringung einer Person. »Da kämen die ohnehin für die zweite Ausbaustufe der FHF-Nebenstelle in der Hammersmith-Kaserne vorgesehenen Möbel rein«, sagte Landshut: »Zwei Schränke, Bett, Tisch und Stühle.« Duschen sollen in separaten Sanitärcontainern zur Verfügung stehen. Die Möbel würden beim späteren Umzug in die Einzelappartements in den Kasernengebäuden mitgenommen.

Landshut äußert sich nicht zu den Kosten

Die Kalkulationsergebnisse sollen im SEH-Aufsichtsrat und anschließend im Rat erörtert werden. Bei einer Entscheidung für die Behelfsunterkünfte könnte möglicherweise bereits im März 2018 mit der Aufstellung der Container begonnen werden, so Landshut. Dafür sei voraussichtlich keine spezielle Gründung erforderlich: »Wir haben ja eine asphaltierte Fläche in der Kaserne.«

Der SEH-Geschäftsführer geht davon aus, dass auch bei einer Container-Lösung der Studienbeginn für die 340 FHF-Neuankömmlinge im Herbst gewährleistet werden kann. Zu den Kosten äußerte sich Landshut nicht.

Grund für die Container-Planung ist der Einspruch eines Herforder Architekten gegen eine Vergabeentscheidung der Stadtentwicklungsgesellschaft. Die hatte die Generalplanung für den Umbau von fünf Gebäuden der Hammersmith-Kaserne mit Einzelappartements als Architektenleistung ausgeschrieben. Ziel bleibe dennoch, die Studierenden in Einzelappartements in den umgebauten Kasernengebäuden unterzubringen, betonte Landshut.

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