Mit Terrasse und Promenade: Siegerentwürfe des Planerwettbewerbs vorgestellt – Ausschuss entscheidet So soll es bald an der Aa aussehen

Herford (WB/jmg). Die Spitze der Stadtverwaltung hat am Freitag die Siegerentwürfe des Planerwettbewerbs »Herford ans Wasser« präsentiert. Am Ufer soll künftig das Leben pulsieren.

Die Planer um Nils Kortemeier (rechts) mit Bürgermeister Tim Kähler (3. von rechts) über den Entwürfen.
Die Planer um Nils Kortemeier (rechts) mit Bürgermeister Tim Kähler (3. von rechts) über den Entwürfen. Foto: Jan Gruhn

 Das Herforder Büro Kortemeier Brokmann hatte in Kooperation mit der Ingenieursgesellschaft für Wasser- und Abfallwirtschaft (Bad Oeynhausen) den Entwurf eingereicht, der der Jury am besten gefiel. Vorgesehen ist, den Abschnitt vom Aawiesen-Park bis zur Radewiger Brücke als Naherholungsfläche zu gestalten. Von der Radewiger Brücke Richtung Sparkasse soll es eher urban wirken, wie Landschaftsarchitekt Nils Kortemeier erklärte. Zudem »schlagen wir eine Fußgängerverbindung vor«.

Abendsonne auf der Terrasse

Das heißt: Innenstadtbesucher könnten auf einer Promenade entlang des Gewässers flanieren. An der Straße unter den Linden ist eine flache Uferzone eingeplant. Vor der Sparkasse soll eine Terrasse entstehen, »auf der die Leute dann ihren Lunch essen können«, beschrieb Kortemeier seine Vision.

So könnte es bald an der Aa aussehen. Foto: Kortemeier Brokmann/Grafik

»Die südliche Ausrichtung des Entwurfs hat uns besonders gefallen«, erläuterte Beigeordneter Dr. Peter Böhm die Jury-Entscheidung. Wer später am Tag am Wasser sitzt, käme so nämlich in den Genuss der Abendsonne. Der Zweitplatzierte Entwurf stammt vom Büro Kraftraum aus Krefeld. Für beide Sieger gibt es ein fünfstelliges Preisgeld.

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Wir werden dem Bauausschuss jetzt den Siegerentwurf vorlegen.

Dr. Peter Böhm

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Frühester Baubeginn könnte laut Stadtplanerin Maike Wöhler Ende 2020 sein. Zunächst müssten noch weitere Gespräche erfolgen – unter anderem mit der Sparkasse, der Teile der möglicherweise umzubauenden Fläche gehörten. »Wir werden dem Bauausschuss jetzt den Siegerentwurf vorlegen«, erklärte Böhm. Darin gehen die Planer von Baukosten in Höhe von etwa sechs Millionen Euro aus. In den kommenden Monaten will sich die Stadt deshalb um Fördermittel bemühen.

 Bürgermeister Tim Kähler lobte beide Entwürfe, weil sie moderne Stadtgestaltung und ökologische Facetten verknüpften. Kähler betonte zudem: »Der Pegelstand der Aa bleibt erhalten.« Der Siegerentwurf sieht vor, das Radewiger Wehr durch zwei bewegliche Wehre zu ersetzen. Der zweitplatzierte Entwurf plant mit einer Absenkung des Wehrs. 

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