Kreis investiert fünf Millionen Euro in seine Zentrale – Generalplaner gesucht Feuerwehr rüstet auf

Herford  (WB). Fünf Millionen Euro investiert der Kreis Herford in den Neu- und Umbau an der Feuerwehrleitstelle in Eilshausen. Die Suche nach einem Generalplaner für das Projekt ist noch zum Jahresende gestartet: Der Kreis hat die europaweite Ausschreibung für die Planungsleistungen vergeben.

Von Bärbel Hillebrenner
Der Mann der Schläuche: Rolf Kuhle (59) arbeitet seit 25 Jahren bei der Feuerwehr. Er ist zuständig für Wartung, Waschung und Pflege sämtlicher Schläuche im Kreis.
Der Mann der Schläuche: Rolf Kuhle (59) arbeitet seit 25 Jahren bei der Feuerwehr. Er ist zuständig für Wartung, Waschung und Pflege sämtlicher Schläuche im Kreis. Foto: Bärbel Hillebrenner

Rolf Kuhle arbeitet seit 25 Jahren bei der Feuerwehr des Kreises Herford. Der 59-Jährige ist zuständig für die Pflege und Wartung sämtlicher Schläuche aller neun Feuerwehren.

Wasserverbrauch wird gesenkt

Bis unter die Decke stapeln sich in zwei großen Räumen die weißen, gelben und roten meterlangen Schläuche. »Sie werden nach jedem Einsatz überprüft, gewaschen, getrocknet, gerollt und dann gelagert. Das ist ein echter Knochenjob«, berichtet Rolf Kuhle. Die Wasch- und Trocknungsanlage ist 32 Jahre alt – und entspricht schon lange nicht mehr den umweltschutztechnischen Auflagen. »Wenn die neue Pflegestraße kommt, dann kann allein der Wasserverbrauch bis zu zwei Dritteln gesenkt werden«, sagt Andreas Heistermann vom Liegenschaftsmanagement des Kreises.

Der Platz für die Löschwagen ist mittlerweile viel zu eng, die Feuerwehrzentrale hält allein 19 Sonderfahrzeuge bereit. Heistermann: »Und die geforderten Freiflächen zum sicheren Ein- und Aussteigen werden bei Weitem nicht eingehalten.« Außerdem würde die momentane Statik das Abstellen von größeren Wagen nicht zulassen.

Zahl der Notrufe um 20 Prozent gestiegen

Die beiden Kreise Herford und Minden-Lübbecke werden sich künftig gegenseitig bei einem technischen Totalausfall unterstützen. Dafür müssen zusätzliche Computerarbeitsplätze eingerichtet werden. Kirchhoff: »Deshalb werden Büros und Bereitschaftsräume verlegt.« Für die Lehrgänge der 1400 Mitglieder soll auch die Teeküche erweitert werden. Und der Kreisbrandmeister bekommt ein neues Büro.

Die Feuerwehr ist 24 Stunden im Dienst. Weil die Zahl der Notrufe mittlerweile um 20 Prozent gestiegen ist, wird neues Personal eingestellt. Das betrifft auch das Team der Disponenten, die am Computer sämtliche Einsätze im Kreis koordinieren; um drei wird die 19-köpfige Gruppe aufgestockt. »Das bedeutet aber auch, dass wir mehr Bereitschaftsräume mit Schlafplätzen anbieten müssen«, erklärt der Feuerwehrchef.

Baubeginn 2019, Fertigstellung 2020

Wenn nach der derzeitig laufenden Ausschreibung der Generalplaner feststeht, geht es nächstes Jahr mit den Baugenehmigungen und Bebauungsplanänderungen weiter. Die Vergabe der einzelnen Gewerke und Baubeginn sind für 2019 geplant. Wenn der Neu- und Umbau an der Kreisleitstelle dann 2020 fertig ist, hat die Feuerwehr eine der modernsten Zentralen der Region. »Besser kann es dann nicht mehr laufen«, sagt Bernd Kirchhoff. Dann gibt es nur noch ein Problem. »Die Grenze des Geländes ist definitiv erreicht. Wir können uns an der Meierstraße nicht weiter ausdehnen. Mehr ist nicht zu stemmen«, erklärt Andreas Heistermann. Was dann noch regelmäßig anstehen wird, ist ein Update der Technik. Die, so Kirchhoff, entwickele sich so rasant, dass alle fünf Jahre modernisiert werden müsse.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.