Staatsanwalt wirft ihm sexuellen Missbrauch vor Anklage gegen Ex-Ratsherrn

Herford (WB/pjs). Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat Anklage gegen Daniel B. erhoben: Dem ehemaligen Herforder Ratsmitglied (44) wird in drei Fällen in Tateinheit sexueller Missbrauch eines Schutzbefohlenen, sexueller Missbrauch eines Kindes sowie das Herstellen jugendpornografischer Schriften vorgeworfen.

Der 44-Jährige muss sich vor dem Jugendschöffengericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht von einer Liebesbeziehung aus, nicht von einer Vergewaltigung.
Der 44-Jährige muss sich vor dem Jugendschöffengericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht von einer Liebesbeziehung aus, nicht von einer Vergewaltigung. Foto: Moritz Winde

Das bestätigte Moritz Kutkuhn, stellvertretender Pressedezernent der Staatsanwaltschaft. »Die Akten befinden sich beim Amtsgericht Herford. Dort wird der Fall vor dem Jugendschöffengericht verhandelt, ein Termin steht aber noch nicht fest.« Die Anklage gehe nicht von Vergewaltigung, sondern von einer Liebesbeziehung zwischen Onkel und Neffen aus.

Wie mehrfach berichtet, war der einstige Fraktionschef im Juni 2016 mit seinem damals 15-jährigen Neffen aus Hamm untergetaucht. Eine Fahndung blieb ohne Erfolg. Am 14. April 2017 stellten sich Onkel und Neffe in Hamm der Polizei. Einen Haftbefehl gegen B. setzte die Staatsanwaltschaft am 20. April außer Vollzug

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