Nach Zwischenfall im Herforder H2O: Betriebsleiter Markus Diering weist auf Hausordnung hin Kamera im Bademantel versteckt

Herford (WB). Fotografieren, filmen und telefonieren ist im Saunabereich des H2O nicht gestattet. Darauf weisen Info-Karten im Eingangsbereich des Freizeitbades hin. Dennoch hat am Samstagnachmittag ein 33-jähriger Bielefelder mit einer Kamera, die er in seinem Bademantel versteckt hatte, den Duschbereich in der Sauna gefilmt (wir berichteten).

Von Ralf Meistes
H2O-Mitarbeiterin Tanja Heeke präsentiert den Aufkleber, der die Linse eines Smartphones abdeckt.
H2O-Mitarbeiterin Tanja Heeke präsentiert den Aufkleber, der die Linse eines Smartphones abdeckt. Foto: Ralf Meistes

Aufmerksame Saunagäste konnten den Mann festhalten und der Polizei übergeben . Die Kamera wurde sichergestellt, den 33-jährigen Mann erwartet eine Strafanzeige. »Die Nutzung von Smartphones, Tablet-Computern und anderen Mediaplayern ist im H2O lediglich in unseren Mediazonen erlaubt«, erläutert Markus Diering, Betriebsleiter des H2O.

Linsenabdeckungen für Smartphones

Allerdings ist eine Linsenabdeckung, also ein kleiner Aufkleber, der die Kameralinse abdeckt, erforderlich, um die technischen Geräte nutzen zu dürfen. Diese Linsenabdeckungen werden an der Sauna-Kasse oder Sauna-Theke verteilt.

Insgesamt gibt es im Freizeitbad drei Bereiche, in denen dann mit dem Handy beispielsweise Texte gelesen werden dürfen. Es sind die beiden Gastronomiebereiche, die auf der H2O-Informationstafel auch als Livingroom 1 und 2 bezeichnet werden. Und darüber hinaus ist eine Nutzung von Smartphones und Tablets auch im Bereich der Felsentheke erlaubt.

Betriebsleiter gegen generelles Handy-Verbot im H2O

»Wir schulen unser Personal regelmäßig. Es wird von unserer Seite sehr darauf geachtet, dass vor allem im textilfreien Bereich keine technischen Geräte genutzt werden. Und doch können wir nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb sind wir auch auf Hinweise unserer Gäste angewiesen. Ich bin sehr froh darüber, dass dank der aufmerksamen Saunabesucher der Mann mit der Filmkamera entdeckt worden ist«, sagt Diering.

Von einem generellen Handy-Verbot im H2O hält der Betriebsleiter allerdings nichts. »Wir sind sehr streng in der Handhabung der Geräte. Die Mediazonen werden aber erhalten bleiben«, stellt Diering klar.

Kommentare

Das ist ja so lächerlich ...

Was nützen denn diese lächerlichen, kleinen Aufkleber die jeder in 10Sek. wieder abgepult hat. Und warum zum Teufel muß ich in einem Schwimmbad mit meinem Handy rumspielen? Ich bin doch da zum schwimmen, Spaß haben oder nicht? Muß ich da wirklich alle fünf Minuten auf meinem Handy daddeln? Es müßte ein generelles Medienverbot geben, dann würde so was nicht passieren. Und mir ist egal, ob Deutscher oder nicht ... Geräte weg und gut. Ansonsten draussen bleiben und in der Werre planschen gehen oder in der nächsten Pfütze. Aber wahrscheinlich könnte man ja dann ein paar Euro Einnahmen verlieren ... :(

Hausordnung

Teilweise sind die Betreiber des H2O selbst schuld. Nicht alle Gäste können die Hausordnung lesen und verstehen.
Deshalb sollten endlich multilinguale Tafeln auf Arabisch und Englisch angebracht werden, am besten versehen mit eindeutigen Piktogrammen für Analphabeten um klar zu stellen das ein solches Verhalten in unserem Kulturkreis verpöhnt ist.

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