Lustige Idee der Schützengesellschaft findet viele Fans auf Facebook Ente Heini lernt die Welt kennen

Herford (WB). Heini muss mal raus! Weil der Erpel genug davon hat, Runden auf seinem Teich zu drehen, geht er auf Kreuzfahrt. Den Vereinskameraden daheim schickt die Gummiente regelmäßig Reiseberichte. Schließlich ist Heini nicht irgendein Vogel, sondern das Maskottchen der dritten Kompanie der Schützengesellschaft zu Herford.

Von Daniela Dembert
Auf der Facebook-Seite der Schützengesellschaft zu Herford können Fans der Ente Heini Fotos und Reiseberichte verfolgen. Hier schippert sie auf einem Kreuzfahrtschiff durch den Suez-Kanal.
Auf der Facebook-Seite der Schützengesellschaft zu Herford können Fans der Ente Heini Fotos und Reiseberichte verfolgen. Hier schippert sie auf einem Kreuzfahrtschiff durch den Suez-Kanal.

Bei einem Glas Bier sei die Idee geboren worden, die nach Vereinsgründer Wilhelm Heinrich Winzer benannte Ente im Schützen-Outfit mit einem Vereinsmitglied auf Schiffstour zu schicken. »So einen Erfolg hatten wir nicht erwartet«, erzählt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Sylvia Czentarra-Thies, die die Reiseberichte für Heini verfasst und regelmäßig bei Facebook postet. Denn obwohl nur in Schützenkreisen bekannt, lesen zwischen 300 und 500 Menschen regelmäßig die Posts.

Weil einer der Kameraden auf einem Kreuzfahrtschiff zur See fährt, ist die Herforder Ente auf Bildern mit diversen Sehenswürdigkeiten, Kuriositäten und in verschiedenen Reiseszenen zu sehen. Schon bald hatte Heini unter der Bordcrew eine Fangemeinde, die ihn bei Landgängen mitnahm und fleißig knipste.

Mal schippert das Tier über den Suezkanal, steht vor einem der imposanten Wolkenkratzer in Dubai oder entspannt einfach in seiner Hängematte. Sogar eine Strandparty mit 20 anderen verrückten Gummienten ist dokumentiert. Völkerverständigung war »inklusive«: »Ich wurde ständig angesprochen, was es denn mit der Ente auf sich habe und kam überall mit Menschen ins Gespräch«, erzählt der Elek­tro-Ingenieur und Herforder Schütze.

Was sich zunächst nach Zeitvertreib anhört, geschieht nicht ohne Grund: »Wir möchten unseren Verein weiter verjüngen. Schützen gelten vielen Menschen als etwas rückwärtsgewandt. Dieses Image wollen wir aufbrechen, im sozialen Netzwerk aktiv sein und etwas für das Schützenwesen Untypisches tun«, erklärt Sylvia Czentarra-Thies.

Mit den Heini-Geschichten habe man etwas schaffen wollen, das viele Menschen gemeinsam verfolgen können. Neben den Dönekes über Heini, der die Welt kennenlernt und sich an Bord verliebt, ist der Blog so etwas wie ein alternativer Reisebericht. »Als Seemann werde ich ständig nach Reisetipps gefragt. Heini hat nicht nur den Blick eines Touristen, er kann auf dem Kreuzfahrtschiff auch mal hinter die Kulissen schauen«, verrät der Herforder Seefahrer.

Zu den Bildern, die Sylvia Czentarra-Thies täglich bekommen hat, hat sie kurze Texte mit Informationen über den besuchten Ort in einem Tagebuch verfasst. Bald sollen die Reiseberichte der Ente nicht nur auf der Facebook-Seite der Herforder Schützen zu finden sein, sondern eine eigene Internetseite bekommen, die dann mit der Homepage des Vereins verlinkt werden soll. »Das ist eine spannende Aufgabe für unsere jungen Mitglieder, die begeistert mitmachen«, freut sich Oberst Uwe Thies.

Seinen großen Auftritt in heimischen Gefilden hat Heini übrigens vom 18. bis 21. August beim Schützenfest. Am Festsamstag werden auf dem Alten Markt seine Urlaubssouvenirs aus Japan, Singapur, China, Indien und Mallorca in einer Tombola verlost. Heini selbst wird natürlich mitfeiern.

Wer die Ente vorab schon kennenlernen möchte, kann auf der Facebook-Seite der Schützengesellschaft unter #HeiniTheDuck einiges über das Maskottchen und seine Reise erfahren.

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