Überschuss der städtischen Wohnungsbaugesellschaft in Herford auf 2,1 Millionen Euro gestiegen WWS investiert 97 Millionen in acht Jahren

Herford (WB). 97 Millionen Euro hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft WWS in den Jahren 2009 bis 2016 in ihre Häuser investiert. Ein Invest, das sich auszahlt: Im Geschäftsjahr 2016 hat die WWS einen Jahresüberschuss von 2,1 Millionen Euro (Vorjahr 1,7 Millionen) erzielt.

Von Ralf Meistes
Im Zuge der energetischen Sanierung in der Bauvereinstraße wird ein Farbkonzept des Designers Andreas Meier umgesetzt.
Im Zuge der energetischen Sanierung in der Bauvereinstraße wird ein Farbkonzept des Designers Andreas Meier umgesetzt.

Bis zu 14 Millionen Euro investiert

»Unser Dank gilt der Geschäftsführung und allen Mitarbeitern, die an diesem Erfolg mitgearbeitet haben«, erklärte der Vorsitzende des WWS-Aufsichtsrats Wolfgang Rußkamp. Der Überschuss lag 300 000 Euro über der Prognose. Die WWS ist mit 3700 Wohnungen und Gewerberäumen Herfords größte Wohnungsbaugesellschaft. Das sind 150 Wohneinheiten weniger als noch 2008, dem Jahr, bevor Geschäftsführer Magnus Kasner mit seinem Unternehmen das Modernisierungsprogramm »Agenda Herford Wohnen« gestartet hat.

In den Folgejahren sind zwischen 5,5 und 14 Millionen Euro pro Jahr für die Modernisierung der Gebäude ausgegeben worden. Die WWS hat in jener Zeit Kredite in einem erheblichen Umfang aufgenommen, doch das Risiko, das auch der WWS-Aufsichtsrat mitgetragen hat, zahlt sich nun aus.

Leerstandsquote bei 1,2 Prozent

Wer wissen will, wie sehr sich die Investitionen auch im Stadtbild bemerkbar machen, der kann in der Nordstadt entlang der Magdeburger Straße den modernen Gebäudebestand der WWS mit den Immobilien anderer Anbieter vergleichen. Der heruntergekommene Zustand mancher Häuser von Dritten ist alles andere als eine Visitenkarte für die Stadt.

Durch moderne Badezimmer und helle Wohnungen und Treppenhäuser konnte die WWS im Zeitraum 2008 bis 2016 die Leerstandsquote von 5,6 auf 1,2 Prozent senken.

2021 erfolgt Ausschüttung an die Stadt

Die Bilanzsumme des Unternehmens stieg in der selben Zeit von 88,5 Millionen auf 112,3 Millionen Euro. Aufgrund einer steuerrechtlichen Regelung wird der Jahresüberschuss von 2,1 Millionen Euro nicht an den städtischen Haushalt weitergeleitet. Vielmehr soll im Jahr 2021 eine größere Summe an die Stadt überwiesen werden. Dann weitgehend steuerfrei.

Nach Auskunft Kasners wird in diesem Jahr die Modernisierung der Häuser in der Bauvereinstraße fortgesetzt. Im Zuge der energetischen Sanierung wird ein Farbkonzept des Designers Andreas Meier umgesetzt. In der Nordstadt wird in der Halberstädter Straße ein Farbkonzept der Farbdesignerin Petra Breuer Umgesetzt.

Ankauf von Briten-Häusern

Durch die beabsichtigten Investitionen in den Ankauf von Immobilien der Bima in der Ulmenstraße und Birkenstraße sowie durch den Bau von KIndertagesstätten wird es in den Jahren 2017 und 2018 zu einer deutlich erhöhten Investitionstätigkeit kommen. WWS-Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Rußkamp warnt davor, die Wohnungsbaugesellschaft zu überfordern. Sie dürfe ihr Kerngeschäft nicht aus den Augen verlieren.

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