Zehn Schüler reisen zum ersten Austausch in Partnerstadt Xinbei »Nihau!«: Willkommen in China

Herford (WB). Seit mehr als zwei Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Herford und dem chinesischen Xinbei in Changhzou. Mit einem Schüleraustausch Ende August wird diese Beziehung nun zum ersten Mal mit Leben gefüllt. Zehn Jugendliche aus Herford wagen den Sprung ins Reich der Mitte.

Von Klaus Münstermann
Freuen sich auf den ersten Schüleraustausch (von links): Gudrun Horst de Cuestas (Leiterin des Friedrichs-Gymnasium), Marion Köhn (Wirtschaftsförderung Stadt Herford), He Zheng (Leiterin China-AG), Christoph Zabe-Brechtel (Vorsitzender China-Gesellschaft), Bürgermeister Tim Kähler, Amin Mohammadian, Filine Dogan, Rolf Höffgen (Vorsitzender Vereinigung der ehemaligen Frederizianer), Aylin Loreen Müller, Eleni Strataki, Emile von Fürstenberg, Lucia Maschmann, Laura Bentrup und Kaan Zorlu (sitzend).
Freuen sich auf den ersten Schüleraustausch (von links): Gudrun Horst de Cuestas (Leiterin des Friedrichs-Gymnasium), Marion Köhn (Wirtschaftsförderung Stadt Herford), He Zheng (Leiterin China-AG), Christoph Zabe-Brechtel (Vorsitzender China-Gesellschaft), Bürgermeister Tim Kähler, Amin Mohammadian, Filine Dogan, Rolf Höffgen (Vorsitzender Vereinigung der ehemaligen Frederizianer), Aylin Loreen Müller, Eleni Strataki, Emile von Fürstenberg, Lucia Maschmann, Laura Bentrup und Kaan Zorlu (sitzend). Foto: Klaus Münstermann

Neun Schüler des Friedrichs-Gymnasiums (FGH) und eine Schülerin des Ravensberger Gymnasiums werden vom 23. August bis 8. September zwei Wochen lang in einheimischen Gastfamilien den chinesischen Alltag ebenso kennenlernen wie den täglichen Unterricht an der Jiangsu Benniu Senior Highschool. Begleitet werden die zehn Schüler von Rolf Höffgen, Vorsitzender der Vereinigung ehemaliger Frederizianer, und He Zheng, die die China-AG am FGH seit 2014 leitet. Finanziell unterstützt wird die Reise laut Bürgermeister Tim Kähler erheblich von der Firma Wemhöner, die in Changhzou bereits einen Produktionsstandort hat und in einen zweiten sechs Millionen Euro investieren wird.

Mit Stäbchen essen ist ein Teil der Vorbereitung

Seit etwa vier Wochen bereitet sich die Reisegruppe auf den Trip in die andere Kultur vor. Jeder Teilnehmer hat ein Buch der ehemaligen Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann mit dem Titel »Willkommen im Reich der Gegensätze« bekommen und nimmt an den wöchentlichen AG-Treffen teil. »Wir haben versucht mit Stäbchen zu essen. Das war lustig«, sagt Laura Bentrup. Die 18-Jährige ist froh, dass ihre Eltern sie in ihrem Wunsch China kennenzulernen, unterstützt haben.

»Man kann gar nicht so viel falsch machen«, sagt Christoph Zabe-Brechtel. »Ihr müsst nicht versuchen, ein Chinese zu sein«, betont der Vorsitzende der im Mai gegründeten Herforder China-Gesellschaft, die den Schüleraustasuch mitträgt. Zabe-Brechtel hat selbst 15 jahre in China gearbeitet und sagt: »Uns war es wichtig, dass die Schüler etwas tun, was ungewöhnlich ist. Und statt in Hotels in einheimischen Gastfamilien zu leben, ist ungewöhnlich.«

Auftakt zum regelmäßigen Schüleraustausch

»Das wird der Auftakt zu einem regelmäßigen Schüleraustausch zwischen unseren Städten werden«, sagt Marion Köhn von der Wirtschaftsförderung der Stadt Herford. »Für 2018 ist bereits ein Gegenbesuch aus China geplant«, sagt Gudrun Horst de Cuestas, Leiterin des Friedrichs-Gymnasiums. Die Herforder China-Gesellschaft plant Workshops und ein Captains Dinner, um Unternehmen zu helfen, den chinesischen Markt zu erschließen.

Seit April 2015 besteht die Städtefreundschaft zwischen Herford und dem Bezirk Xinbei der südchinesischen Stadt Changzhou. Sie liegt in der Provinz Jiangsu, die mit knapp 80 Millionen Einwohnern die am dichtesten besiedelte Provinz Chinas in der südöstlichen Küstenregion ist.

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