Verletzte können durch vorbildliche Rettungsgasse transportiert werden Feuerwehr lobt Autofahrer

Herford (WB). Wenn Rettungskräfte mit Blaulicht unterwegs zum Einsatz sind, entscheiden oft wenige Minuten über Leben und Tod. Häufig verzögert sich das Eintreffen am Unfallort, weil Autos und Lastwagen es nicht oder nicht rechtzeitig schaffen, eine Rettungsgasse zu bilden. Nicht selten beklagen sich Notärzte und Feuerwehrleute anschließend über solch ein Verhalten.

Von Klaus Münstermann
So soll es sein: Die Autofahrer machen den Weg frei für die Rettungskräfte, damit die Patienten zum Hubschrauber transportiert werden können.
So soll es sein: Die Autofahrer machen den Weg frei für die Rettungskräfte, damit die Patienten zum Hubschrauber transportiert werden können. Foto: Daniel Salmon

Dass es auch anders geht, hat der vergangene Sonntag in der Herforder Innenstadt gezeigt. Innerhalb kurzer Zeit mussten bei zwei Einsätzen Patienten zu einem Rettungshubschrauber transportiert werden , der jeweils auf dem Stephansplatz gelandet war. .

Der Löschzug Herford-Mitte hat beim ersten Einsatz gegen 17 Uhr gemeinsam mit der Polizei den Rettungssanitätern und den Ärzten den Weg zum Hubschrauber gesichert und zeigte sich vom Verhalten der Autofahrer sehr positiv angetan.

»Die Rettungsgasse wurde für uns wirklich vorbildlich und zügig gebildet«, lobte Feuerwehrmann Andreas Tharun die Autofahrer. Der Feuerwehrmann selbst war mit seinen Kollegen ohnehin schnell vor Ort, weil sie im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags ihr Können auf dem Rathausplatz demonstriert hatten.

»Innerstädtisch ist es leichter eine solche Gasse zu bilden als auf den Autobahnen oder Bundesstraßen«, sagt Michael Stiegelmeier, Leiter der Feuerwehr Herford. Denn Autofahrer könnten den Bordstein hochfahren. Das gestalte für Lkws schon schwierig. »Und wenn auf Autobahnen die Brummis im Stau auf der rechten und mittleren Fahrspur nebeneinander und dicht an dicht stehen, wird es sehr schwierig«, sagt Stiegelmeier. Für die Fahrer der Einsatzfahrzeuge bedeuteten solche Situationen großen zusätzlichen Stress. Bei innerstädtischen Einsätzen werden die Ampeln auf der entsprechenden Route nur in Fahrtrichtung der Rettungsfahrzeuge auf Grün gestellt, um Verzögerungen zu vermeiden.

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