Kaufhof-Baustelle: 18-Jährigem soll schwindelig gewesen sein Kripo ermittelt nach Unfall

Herford (WB). Nach dem Arbeitsunfall am Freitagnachmittag auf der Kaufhof-Baustelle am Gehrenberg haben die Kriminalpolizei Herford und der behördliche Arbeitsschutz der Bezirksregierung Detmold die Ermittlungen aufgenommen.

Von Klaus Münstermann
Die Arbeiten auf der Kaufhof-Baustelle gehen unvermindert weiter. Am Freitag war ein 18-Jähriger von einem Gerüst gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden.
Die Arbeiten auf der Kaufhof-Baustelle gehen unvermindert weiter. Am Freitag war ein 18-Jähriger von einem Gerüst gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Foto: Klaus Münstermann

Wie am Samstag exklusiv berichtet, war ein 18-jähriger Arbeiter bei Gerüstarbeiten aus vier Metern Höhe in die Tiefe gestürzt und hatte sich dabei schwere Kopfverletzungen zugezogen. Mit einem Rettungshubschrauber wurde der Mann in die Bielefelder Gilead-Klinik geflogen.

Spuren gesichert

»Unsere Kollegen vom Kriminaldauerdienst haben unmittelbar nach dem Unfall die Spuren auf der Baustelle am Freitag gesichert und versuchen, den Grund für den Sturz herauszufinden«, sagte Polizeipressesprecher Steven Haydon am Dienstag auf Anfrage dieser Zeitung. Nach derzeitigem Ermittlungsstand handele es sich nicht um eine unmittelbare Fremdeinwirkung, sprich der 18-Jährige wurde nicht vom Gerüst gestoßen. Ein Kollege, der sich in der Nähe der Unglücksstelle aufhielt, stand mit dem Rücken zum Gerüst und konnte deshalb gegenüber der Polizei keine weiteren Angaben zum Geschehnis machen.

Der Verletzte war trotz seiner schweren Kopfverletzungen zunächst noch ansprechbar gewesen und soll nach Informationen dieser Zeitung gegenüber den Rettungskräften ausgesagt haben, ihm sei vor dem Sturz schwindelig geworden. Ob fahrlässiges Verhalten vorgelegen hat, weil der Arbeiter vermutlich nicht gesichert gewesen ist, wird ebenfalls überprüft werden. Baustellenleiter Gernot Ladleif war für eine Stellungnahme leider nicht erreichbar.

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