Konzert im Herforder Theater mit Stücken von Beethoven bis Bourani RGH lässt den Frühling erklingen

Herford (WB). Wie der Frühling klingt, haben die Schüler des Ravensberger Gymnasiums (RGH) gezeigt. Beim Konzert im Theater wuchsen sie musikalisch über sich hinaus.

Von Sophie Hoffmeier
Volle Konzentration: Die junge Geigerin Aylin Peters kann beim Streichquartett Nr. 2 von Borodin glänzen. Wochenlang haben sich die RGH-Schüler auf das Frühlingskonzert vorbereitet. Dafür gab es viel Beifall.
Volle Konzentration: Die junge Geigerin Aylin Peters kann beim Streichquartett Nr. 2 von Borodin glänzen. Wochenlang haben sich die RGH-Schüler auf das Frühlingskonzert vorbereitet. Dafür gab es viel Beifall. Foto: Sophie Hoffmeier

Solisten im Vordergrund

»Das hier heute ist ein Konzert im Sinne der Schüler, wo jeder Einzelne im Vordergrund steht und seinen Teil beiträgt«, stellten die Moderatoren der Einführungsphase zu Beginn klar. Während das Sommer- und Winterkonzert des Gymnasiums durch die großen Ensembles und Chöre geprägt ist, standen hier insbesondere die Solisten im Vordergrund.

So facettenreich wie diese jungen Musiker sind, so abwechslungsreich präsentierte sich auch das Programm. Talente von der 5. bis 11. Klasse waren beteiligt.

Fast 100 Besucher kamen ins Theaterfoyer, um sich vom Können der jungen Musiker zu überzeugen. Mehrere Stuhlreihen mussten dazugestellt werden, damit alle Platz fanden. Schulleiterin Rita Klötzer zeigte sich überrascht vom Besucheransturm. Sie honorierte, dass die Schüler so viel Zeit in die Entwicklung ihrer musikalischen Fähigkeiten investieren und dankte der Musikschule für die »hervorragende Zusammenarbeit«.

Flinke Finger am Klavier

Zu Anfang gab es viele klassische Stücke. Vor allem das Klavier stellte sich als ein beliebtes Instrument heraus. Berfin Acikalin (J7) spielte den Tanz der Zuckerfee. Raphael Reß (J9) stellte sich Mozarts Fantasie in d-Moll. Flinke Finger bewiesen auch Laura Korecki und Lea Wiengarn, die nacheinander einen Satz aus Beethovens Sonate »Pathetique« vorspielten.

Eines der wohl anspruchsvollsten Stücke hatte Aylin Peters mit drei Gästen vom Friedrichs-Gymnasium vorbereitet. Manuel Gottowik, Sebastian Brown, Dorothea Schölzel und die Elftklässlerin präsentierten mit »Allegro moderato« und »Notturno« aus dem Streichquartett Nr. 2 von Borodin eine Liebesgeschichte zwischen Cello und Geige. Für ein wahres Kontrastprogramm sorgte da Ernst Keller, der den »Summer Song« auf seiner E-Gitarre spielte.

Erstmals wieder eine Band

Mit zahlreichen Hintergrundinformationen und witzigen Sprüchen führten die Schüler der Einführungsphase gekonnt durch den Abend. Unter anderem verglichen sie Franz Liszt mit Justin Bieber: »Zu den Konzerten des Komponisten kamen auch zahlreiche weibliche Fans. Allerdings waren es bei ihm Heerscharen von Baroninnen und Gräfinnen statt verliebte Teenager.«

Zum Ende der Veranstaltung gab es noch eine echte Premiere: Nach etlichen Jahren ohne Schulband, hat sich nun ein kleine Gruppe von jungen Musikern zusammengefunden, die diese Lücke füllt. Sie präsentierten sich mit »Hey« von Andreas Bourani erstmalig vor größerem Publikum. Das Blechbläserensemble entließ die Zuhörer mit einem Altirischen Reisesegen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.