Jobst Schlennstedt plant Geschellschaftsroman – Lesung am 30. März im KMG Abschied vom Krimi

Herford (WB). Wenn im Mai der neue Regionalkrimi von Jobst Schlennstedt erscheint, bedeutet dies für ihn eine Zäsur. »Es wird für eine lange Zeit mein letzter Krimi sein«, sagt der 40-Jährige, der in Herford aufgewachsen ist. Derzeit arbeite er an einem Gesellschaftsroman.

Von Hartmut Horstmann
Jobst Schlennstedt hier bei einer Lesung in der Buchhandlung Otto: Im Mai erscheint sein vorerst letzter Regionalkrimi.
Jobst Schlennstedt hier bei einer Lesung in der Buchhandlung Otto: Im Mai erscheint sein vorerst letzter Regionalkrimi. Foto: Hartmut Horstmann

Reiseführer über Bielefeld

Wer sich mit Jobst Schlennstedt über seine Motive unterhalten will, hat dazu am 30. März Gelegenheit. Ab 19.30 Uhr liest der in Lübeck wohnende Autor im Königin Mathilde-Gymnasium – und zwar in der Reihe »Muse küsst Mathilde«. Zu Gehör bringt er unter anderem Kurzgeschichten aus dem Sammelband »Kleine Küstenmorde«.

Unabhängig von der Krimiproduktion ist soeben ein Reiseführer über Bielefeld erschienen. Wie das Buch »111 Orte in Ostwestfalen-Lippe, die man gesehen haben muss« hat Jobst Schlennstedt es gemeinsam mit seiner Frau Alexandra geschrieben.

Gesellschaftspanorama

Dass er sich vorerst von seinem Stamm-Genre Krimi verabschieden will, begründet er mit der Lust, »etwas Neues auszuprobieren« – eine Art Gesellschaftspanorama, das sich über drei Jahrzehnte erstreckt. Es beginnt in den Jahren 1989/90, als der Autor etwa 14 Jahre alt war. Es werde kein autobiographisches Buch werden, kündigt er an, aber die Region OWL werde sicher eine Rolle spielen.

Kein Termindruck

Wann der Roman erscheint, steht noch nicht fest. Während Schlennstedt seine Krimis nach einem festen Zeitplan geschrieben hat, will er sich angesichts der neuen Herausforderung keinem Termindruck aussetzen: »Vielleicht 2018 oder 2019 – ich weiß es noch nicht.« Unklar sei auch, ob es ein einzelner Roman werde oder ob er das Geschehen auf mehrere verteile. Schlennstedt, Geschäftsführer eines Lübecker Beratungsunternehmens, bleibt ein vielbeschäftigter Mann – auch als Autor.

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