Sommerkonzert des Friedrichs-Gymnasiums mit abwechslungsreichem Programm Klassik bis Rock auf hohem Niveau

Herford (WB). Von einem hohen musikalischen Niveau zeugte das Sommerkonzert des Friedrichs-Gymnasiums. Den Schülern gelang es, ein mehr als zweistündiges Programm auf die Beine zu stellen, das durch großen Abwechslungsreichtum bestach.

Von Sophie Hoffmeier
Das Ensemble Encore überzeugte mit »Three Times a Lady«.
Das Ensemble Encore überzeugte mit »Three Times a Lady«. Foto: Sophie Hoffmeier

»Ich glaube, wir müssen anbauen«, sagte Schulleiterin Gudrun Horst de Cuestas mit Blick in die Aula. Kaum ein Stuhl blieb unbesetzt. Allein die 150 Musiker trugen schon dazu bei, den Saal zu füllen. Die Spannbreite des Abends reichte von klassischen bis zu rockigen Elementen. Durch die Mischung der Stile schufen die Schüler einen stimmigen Abend.

Schon mit dem Auftakt zeigten sie dem Publikum, wo es hingehen sollte: Die Camerata Fridericiana spielte den ersten Satz des Mozart-Konzerts für Flöte und Orchester. Die jungen Musiker hielten das hohe Tempo der Komposition konstant durch und verpassten die Einsätze nicht. Instrumentalpädagoge Stephan Buhe zeigte sich beeindruckt: »Das geht weit über normales Schulniveau hinaus. Die Arbeit und das langjährige Zusammenspiel der Schüler zahlen sich aus.« Das Konzert gälte als Pflichtstück bei der Bewerbung auf eine Orchesterstelle.

Buhe hatte mit Carolin Hoock das Solo eingeübt. Die Solistin glänzte an ihrer Querflöte. Zwei amerikanische Austauschschülerinnen spielten ebenfalls mit. Sie sind drei Wochen in Herford und ließen es sich nicht nehmen, mit ihren neugewonnenen Freunden zu musizieren. Die Geisterstunde auf Schloss Eulenstein besangen die Schüler des Sextaner- und Quintanerchors. Beim Auftritt des Ensemble Encore zu »Three Times a Lady« überzeugte das Zusammenspiel der männlichen und weiblichen Stimmen. Fast symphonisch präsentierte sich das Orchester. Es brachte ein außergewöhnliches Klangvolumen hervor.

Aber auch die jüngeren Gruppen überzeugten mit guten Leistungen. Wo es noch nicht ganz reichte, konnten die Jüngeren von den Älteren profitieren. Timo Hilgenkamp half beispielsweise bei den Start up-Bläsern aus: »So ist der Auftritt klanglich voller und die Unterstützung gibt ihnen mehr Sicherheit«, erklärte er. Eines machte das Sommerkonzert besonders klar: Unterhalten, das können die Schüler. So warf Dorothea Schölzel ihren Hut nach gelungenem Auftritt gekonnt von der Bühne. Sie spielte zusammen mit Christian Horst de Cuestas und Tom Pante ein Trio für zwei Celli und Perkussion, das den Abend in dieser Zusammenstellung um eine weitere Facette bereicherte.

Die Mitglieder der BigBand bewiesen erneut, dass sie Jazz-Improvisation beherrschen, und sorgten mit »Sing Sing Sing« für Stimmung. Zum Finale hieß es zusammenrücken: Alle Protagonisten kamen noch einmal nach vorne und präsentierten das Lied »Viva la Vida«. Mit stehenden Ovationen und großem Applaus honorierte das Publikum die Leistungen der Schüler.

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