Fabian Marti nimmt an der neuen Marta-Ausstellung teil – Eröffnung am Freitagabend »Ich mache, was ich mache«

Herford (WB). Wenn Fabian Marti seine Skulptur aus Epoxidharz in der Hand hält, käme niemand auf die Idee, dass der Schweizer Fotografie studiert hat. Um zu verstehen, wie ein Künstler vom Foto zur lilafarbenen Tarot-Figur kommt, muss der Betrachter ganz tief in die neue Marta-Ausstellung einsteigen. Sie umfasst etwa 100 fotografische Werke und wird am kommenden Freitag um 19.30 Uhr eröffnet.

Von Hartmut Horstmann
Fabian Marti hat Fotografie studiert, aber die Grenzen des Mediums deutlich erweitert.
Fabian Marti hat Fotografie studiert, aber die Grenzen des Mediums deutlich erweitert. Foto: Hartmut Horstmann

Die gezeigten Arbeiten stammen von Fabian Marti, Andreas Gefeller sowie dem Duo Taiyo Onorato und Nico Krebs. Recht weit fortgeschritten ist der Aufbau der Ausstellung, die den Titel »Momente der Auflösung« trägt.

Keine Abbildung der Realität

Wie Kuratorin Ann Kristin Kreisel sagt, haben alle beteiligten Künstler ein Studium der Fotografie hinter sich. Dennoch handele es sich um keine Foto-Ausstellung, vielmehr gehe es um die Auseinandersetzung mit den Mitteln der Fotografie und um die Auflösung von Grenzen. Überholt sei die Vorstellung, dass die Fotografie als Abbildung der Realität zu verstehen sei, so die Kuratorin. Die daraus entstehende Freiheit nutzen die Foto-Künstler, um mit dem Medium zu experimentieren.

Weg von der Fotografie

Dass sich der dabei eingeschlagene Weg weit von der Fotografie entfernen kann oder soll, ist künstlerisches Programm. Auf die Frage, was seine Skulptur aus der Reihe »Der Gehängte« mit dem Marta-Ausstellungstitel »Momente der Auflösung« zu tun habe, antwortet Fabian Marti lapidar: »Ich bin eingeladen worden. Und ich mache, was ich mache.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.