In der Polizeiwache an der Hansastraße werden 16 Kilometer Kabel installiert Vorfreude auf die neue Leitstelle

Herford (WB). Von der Polizei wird Top-Arbeit erwartet. Die Arbeitsbedingungen auf der Herforder Wache sind jedoch genau das Gegenteil. Klar, dass die Beamten der Fertigstellung der neuen Leitstelle entgegenfiebern. Die verzögert sich allerdings ein wenig.

Von Moritz Winde
Der Neubau der Polizei-Leitstelle Herford schreitet voran. Projektleiter Jörg Vette erklärt seinen Kollegen Christian Brenski, Hans Koch und Edwin Wessel den Fortschritt der Arbeiten.
Der Neubau der Polizei-Leitstelle Herford schreitet voran. Projektleiter Jörg Vette erklärt seinen Kollegen Christian Brenski, Hans Koch und Edwin Wessel den Fortschritt der Arbeiten. Foto: Moritz Winde

Statt wie geplant im Sommer können die renovierten und mit jeder Menge High-Tech ausgestatteten Räume in der ersten Etage voraussichtlich erst im Herbst bezogen werden.

Negativ-Liste ist lang

»Ein Ende ist zum Glück in Sicht«, sagt Jörg Vette. Der Leitstellenchef bezeichnet die aktuelle Arbeitssituation als schwierig. Kaputte Telefonleitungen, langsame Server, miserable Raumaufteilung, fehlende Klimaanlage – die Negativ-Liste ist lang und der Ärger der 18 Polizisten groß. Ein erfahrener Mitarbeiter taufte die Leitstelle kürzlich in »Leidstelle« um. Seit dem Umzug der Kreispolizei in das Gebäude an der Hansastraße wurde hier nicht mehr grundlegend saniert, geschweige denn modernisiert. Und das war im Jahr 1986.

Land NRW stellt 1,1 Millionen Euro bereit

Doch jetzt soll alles besser werden. Nach langem Hin und Her hat das Land Nordrhein-Westfalen endlich das Geld für den Neubau bereitgestellt. 1,1 Millionen Euro werden derzeit verbaut. Herzstück der Leitstelle, von der sämtliche Polizeieinsätze im Kreis Herford koordiniert werden, ist der Technik-Raum. Auf 42 Quadratmetern entsteht eine aufwendige Konstruktion. »Weil der Raum nicht gekühlt werden konnte, muss ein Raum in einem Raum gebaut werden«, sagt Hauptkommissar Hans Koch. Dieser werde vollgepackt mit Computern. Koch: »Insgesamt werden zwölf Kilometer Datenkabel und vier Kilometer Stromkabel installiert, um die Leitstelle für die Zukunft fit zu machen.«

Wenn die Leitstelle fertig ist, geht es für die Handwerker in den Keller. Dann werden die Gewahrsamszellen vergrößert – auf Anordnung des Landes. Und im dritten Bauabschnitt soll eine Art Bürgerempfang entstehen.

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