Mehr als 2000 Besucher am Samstag: Veranstalter kündigt Neuauflage an In den Kneipen geht die Post ab

Herford (WB). Soul, Rock, Blues und vieles mehr gab es am Samstag bei der »Nacht der Bands«. Über 2000 Besucher gingen von Kneipe zu Kneipe, um die Musik auf sich wirken zu lassen.

Von Sophie Hoffmeier
Der Sänger tanzt, die Zuhörerinnen eifern ihm nach. Diese Aufnahme aus dem Lamäng zeigt, dass sowohl die Musiker als auch die Kneipengänger die Herforder Nacht der Bands genießen.
Der Sänger tanzt, die Zuhörerinnen eifern ihm nach. Diese Aufnahme aus dem Lamäng zeigt, dass sowohl die Musiker als auch die Kneipengänger die Herforder Nacht der Bands genießen. Foto: Sophie Hoffmeier

Nur wenige Meter liegen zwischen Andreas Thiele, dem Leadsänger der Rock-Cover-Band Freezeland, und seinem Publikum im New Orleans. Vor Herausforderungen stellt ihn, dass die Bar auf zwei Etagen aufgeteilt ist. »Ich würde euch gerne allen in die Augen gucken«, sagt er. Stattdessen gibt es von ihm für das Publikum auf den »Logenplätzen« eine Metal-Hand nach oben. Doch alle Gäste im Blick zu behalten, hätte er ohnehin nicht geschafft, denn sie stehen dicht gedrängt. Dieses Bild zieht sich durch alle Lokalitäten.

Überall wird getanzt

Die Herforder Brauerei präsentiert 15 Bands in 15 Lokalen. Das Schiller bleibt seinem Metier treu: Mit »Funksoulicious« gibt es hausgemachten Soul. Hier sind Lokalität und Livemusik bereits fest miteinander verankert.

Doch auch die anderen Kneipen haben Tanzlokal-Qualitäten. Jedes Lokal hat andere Winkel und Gegebenheiten, doch eines ist überall gleich: Die Musiker sind mittendrin, den Zuhörern ganz nah. Das wissen die Künstler zu schätzen und interagierten mit ihrem Publikum.

Gastwirte bieten guten Mix

Immerhin durften die Gastronomen selbst aussuchen, welche Stilrichtung sie bei sich haben wollen. Deshalb ist im Piccoli mit »Jah Culture« erneut eine Reggae-Band zu Gast. Denis Piccoli: »Die Musik mag doch jeder. Sie ist entspannt und passt zum Sommer.«

Viele der Gastronomen beweisen einen guten Riecher, denn die Bands fühlen sich bei ihnen sehr wohl. »Der Funke ist schnell übergesprungen. Das Lokal ist großartig«, sagte Reimund Zimmermann von der Band »Four Sale«, die im Bitter für Stimmung sorgt.

Das Kupferherz besticht durch seine gemütliche Atmosphäre mit viel indirektem Licht und setzt auf Soul. In das rustikale Ambiente der Gaststätte Föge passt das Duo Walkin´Shoes. Hier schwingen die Besucher zu Rock’n’Roll die Hüften. Für ordentlich Stimmung sorgt auch die Band Sharks mit ihren Top 40 Charts in der Brasserie Lamäng. Sie versteht es, ihr Publikum auf Trab zu halten.

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