28-Jährige stammen aus Mönchengladbach und Herford IS-Kämpfer zu langjährigen Haftstrafen verurteilt

Düsseldorf/Herford (dpa). Zwei islamistische Kämpfer aus Mönchengladbach und Herford sind in Düsseldorf zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden. Für die Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf stand am Freitag fest, dass die beiden 28-Jährigen als Mitglieder der späteren Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien bei mindestens einer Militäroperation dabei waren.

Polizisten sichern am 08.09.2014 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) das Gebäude des Oberlandesgerichtes.
Polizisten sichern am 08.09.2014 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) das Gebäude des Oberlandesgerichtes. Foto: dpa/Oliver Berg

Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland wurde Mustafa C. zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der Herforder Konvertit Sebastian B. soll aus dem gleichen Grund für viereinhalb Jahre ins Gefängnis.

Laut Urteilsbegründung war er nur für einen kurzen Zeitraum von drei Monaten Teil der Terrormiliz gewesen. Die Bundesanwaltschaft hatte für ihn fünfeinhalb Jahre Haft gefordert, für den Mustafa C. siebeneinhalb Jahre Haft.

Nachdem beide in NRW in die salafistische Szene geraten waren, hatten sich die Angeklagten nach Ansicht der Richter 2013 in Syrien für den Terrorkampf in einem Dschihadisten-Camp ausbilden lassen. Danach wurden sie laut Urteil Teil einer deutschen Kampfgruppe, Mustafa C. wurde zeitweise sogar stellvertretender Anführer.

Beide Angeklagten hatten sich im Laufe des Prozesses vom IS distanziert und Teilgeständnisse abgelegt. Mustafa C. gab dabei an, lediglich gekocht und geputzt zu haben. Das hielt der Senat ebenso für nicht erwiesen wie einen Vorwurf der Staatsanwaltschaft, wonach sich Sebastian B. auf eine Liste potenzieller Selbstmordattentäter eingetragen haben soll.

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