Auftrag für Brückenabriss und -neubau vergeben – Start ist im November Auf der Hansastraße geht’s weiter

Herford (WB). Der Neubau der Hansabrücke ist das aufwendigste und teuerste Projekt der nächsten  Monate – etwa drei Millionen Euro werden dafür investiert. Den Auftrag hat der Kreis Herford vor wenigen Tagen vergeben.

Von Bärbel Hillebrenner
Auf der Hansastraße rollen pro Tag etwa 14 000 Fahrzeuge. Neben dem Neubau des Brückenbauwerks steht auch die Sanierung der Fahrbahn bis zur Werrestraße im Programm.
Auf der Hansastraße rollen pro Tag etwa 14 000 Fahrzeuge. Neben dem Neubau des Brückenbauwerks steht auch die Sanierung der Fahrbahn bis zur Werrestraße im Programm. Foto: Bärbel Hillebrenner

 »Im November gehts los mit dem Abriss des Bauwerks. In den darauf folgenden 15 Monaten sollen sowohl die Brücke erneuert als auch die angrenzende Kreuzung ausgebaut sowie die Fahrbahn bis zur Werrestraße saniert werden«, erklärt Jürgen Zander von der Straßenbauverwaltung des Kreises.

In den letzten Monaten seien im Rahmen der Ausschreibung die Angebote der Unternehmen geprüft worden, den Zuschlag habe das Herforder Bauunternehmen Scheidt erhalten. »Und das Interessante ist: Die Firma war schon am Wiederaufbau  der Hansabrücke 1948 beteiligt«, sagt Zander. Das Unternehmen ist Spezialist im Brückenbau, in Herford zum Beispiel war es auch für die Herderbrücke zuständig. Andere Betriebe, die  zusätzlich Aufträge für die Hansabrücke erhalten haben, kommen ebenfalls aus der Region.

Vor dem Start im November gibt es laut Zander  noch zahlreiche Berechnungen, bis dahin bleibt die Hansastraße für den Verkehr noch geöffnet. Ab Baubeginn aber werden die Fahrzeuge nur noch  halbseitig von der Werrestraße in Richtung Bünder Straße geführt. Zander: »Nur tageweise wird die Überfahrt an der Brücke komplett gesperrt werden müssen.« Zunächst wird die südliche Brückenhälfte abgerissen und erneuert. Es betrifft die gesamte Konstruktion einschließlich des Mittelpfeilers. 

Ab Mitte 2016 folgt die nördliche Seite. Besondere Sorgfalt werde auf die beiden Eck-Gebäude gelegt, denn sie seien direkt mit dem Bauwerk verbunden und  stünden unter Denkmalschutz.

Als zweite Maßnahme steht ab Ende 2016 der Ausbau der Kreuzung  Hansa-/Goebenstraße auf dem Plan. »Von der Brücke bis zur Kreuzung wird auf beiden Seiten ein  getrennter Geh-/Radweg gebaut. Die Fahrradfahrer sollen dann auf einer  eigenen Spur direkt mit auf der Fahrbahn rollen, ähnlich wie auf der Goebenstraße«, berichtet der Fachmann aus dem  Kreishaus. Eine andere Variante sei aufgrund der eingeschränkten Breite nicht möglich. Erneuert wird außerdem die Ampelanlage mit  eigener Signalisierung für Radfahrer und Akustiksignal für Sehbehinderte.

Jürgen Zander: »Als letzte Maßnahme kommt die Sanierung der Fahrbahn auf der Hansastraße bis zur Werrestraße dran. Das ist aber im Vergleich zum Brückenprojekt nur eine Kleinigkeit und wird recht zügig erledigt werden können.« Insgesamt werden für das komplette Projekt 15 Monate geplant. Die Investition von drei Millionen Euro werde nicht  höher, so Zander. Genehmigt worden seien Fördermittel in Höhe von 65 Prozent, den Rest – es sind knapp über eine Million Euro – muss der Kreis Herford bezahlen.

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