»Sauerkrautplatten« in der Decke werden ersetzt Gesamtschul-Turnhalle vorsorglich gesperrt

Herford (WB). Die kleine Sporthalle der Gesamtschule Friedenstal ist gestern vorsorglich gesperrt worden. »Wir haben bei einer Kontrolle festgestellt, dass in der Hallendecke so genannte Sauerkrautplatten verbaut wurden, die genagelt sind«, erläuterte Baudezernent Dr. Peter Böhm.

Von Peter Schelberg
Stellvertretender Schulleiter Bernd Höner, Uwe Werner (Stadt Herford), Hausmeister Waldemar Lutz und Baudezernent Dr. Peter Böhm (von links) zeigen eine »Sauerkrautplatte« in  der Halle.
Stellvertretender Schulleiter Bernd Höner, Uwe Werner (Stadt Herford), Hausmeister Waldemar Lutz und Baudezernent Dr. Peter Böhm (von links) zeigen eine »Sauerkrautplatte« in der Halle. Foto: Peter Schelberg

Anlass der Überprüfung war der Absturz baugleicher Holzfaser-Deckenelemente in einer Bochumer Turnhalle im Juli. »Wir werden voraussichtlich eine neue Decke einhängen«, sagte Böhm. Die Kosten schätzt er auf 70 000 Euro. 

Ziel sei, die Sanierung bis zu den Herbstferien abzuschließen. »Wir haben glücklicherweise an unserer Gesamtschule noch eine Dreifachsporthalle, die nicht betroffen ist«, zeigte sich Schulleiterin Heike Schmitz-Ibeling erleichtert. Dorthin werden die Schüler nun im Sportunterricht ausweichen müssen, sofern Aktivitäten nicht ohnehin im Freien stattfinden. »Es wird also auf jeden Fall auch weiterhin Sportunterricht stattfinden«, sagte sie. An der GSF werden derzeit etwa 1100 Schüler unterrichtet.

Größere Einschränkungen wird es hingegen für die Vereine geben, die die 1961 gebaute Halle zwischen 17 und 22 Uhr nutzen können. Von der überraschenden Sperrung betroffen sind nach Angaben von Gabriele Wunram von der Sportabteilung der Stadt Herford insbesondere die Gesundheits- und Behindertensportgemeinschaft, die Jugend des Herforder Eishockeyvereins, die BBG-Basketballer, die Breitensportler der DJK, die SG Falkendiek, der SC Herford und der CVJM Herford-Stadt.

Im Durchschnitt sei die Halle bisher täglich von drei Gruppen mit jeweils mindestens zehn Teilnehmern genutzt worden, sagte Gabriele Wunram. Die Stadt versuche nach Möglichkeit alternative Übungsstätten zu vermitteln,  aber: »Manchen Gruppen können wir leider nichts anbieten.« Unter den überprüften 26 städtischen Sporthallen gab es laut Dr. Böhm im übrigen keine Beanstandungen.

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