Engeraner Fachschaft will Schüler motivieren – mehr als 1000 Youtube-Klicks in einer Woche
Sportlehrer tanzen „Jerusalema“

Enger (WB) -

Egal ob eine Tanzgruppe in Angola, die Schweizer Polizei, die Belegschaft eines Aldi-Marktes in Irland, eine Rettungswache in Schweden oder die Mitarbeiter der Uniklinik Schleswig-Holstein – überall auf der Welt wird zum aktuellen Hit „Jerusalema“ des südafrikanischen DJs und Musikproduzenten Master KG und Sängerin Nomcebo getanzt.

Mittwoch, 03.03.2021, 05:50 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 21:26 Uhr
Mit reichlich Abstand und Accessoires tanzen die Sportlehrer in der Turnhalle.

Jetzt schwingt auch die Fachschaft Sport des Widukind-Gymnasiums in einem Video ihre Hüften und sorgt damit für Begeisterung in der Schülerschaft und bei Kollegen.

„Jerusal-Enger“ lautet der Titel des Videos, das auf YouTube zu sehen ist und in der ersten Woche mehr als 1000 Mal aufgerufen wurde.

Die Idee dazu stammt von den Vorsitzenden der Fachschaft, Benno Meyndt und seiner Stellvertreterin Sina Maack. „Wir haben nach etwas gesucht, dass sich über alle Jahrgänge erstreckt und den Gemeinschaftssinn stärken kann“, berichtet Meyndt. Sportliche und künstlerische Disziplinen böten sich für derartiges immer am besten an.

Den Jerusalema-Tanz einzustudieren und mit einem Augenzwinkern in einem Video zu präsentieren, sei in der Fachschaft allgemein gut angenommen worden, so Meyndt. Es gehe darum, die Schüler zu animieren, selbst in Aktion zu treten. „Da dürfte unser mutiger Vorstoß wohl die Hemmschwelle senken“, sagt Meyndt lachend.

Mit reichlich Abstand tanzen die Fachlehrer durch die WGE-Sporthalle und über die leeren Zuschauerränge. Wer‘s kann, nimmt ein Accessoire zur Hand. Auch auf der heimischen Terrasse wurden Videos aufgenommen. Einen pfiffigen Zusammenschnitt hat Sport- und Englischlehrer Hendrik Kellner draus gemacht. Probleme mit der Lizenz von Warner-Music habe die Schule als gemeinnütziger Nutzer nicht gehabt.

„Das Ganze soll ein Wir-Gefühl vermitteln. Wir finden es wichtig, in der Pandemie die Gedanken auch mal abzulenken und den Schülern Lebensfreude zu vermitteln“, so Kellner, der selbst auch das Tanzbein schwingt. Außerdem sei dies eine Möglichkeit, eine Verbindung zu schaffen mit vielen anderen Gruppen, die die Jerusalema-Challenge angenommen haben.

Jetzt seien die Schüler gefragt. In einem Tutorial auf der Lernplattform iServ sind die Tanzschritte erklärt, ein Anschreiben fordert auf, selbst aktiv zu werden. Gedacht ist die Choreographie unter anderem für die Bewegungspausen im Homeschooling.

Kellner hofft auf zahlreiche Tanzvideo-Einsendungen von Schülern, die selbstverständlich auch eigene Gestaltungsideen einbringen dürfen. Die Beiträge könnten dann zu einem Werk zusammengeschnitten werden, das die Schulgemeinschaft zeigt, auch von Ehemaligen und Eltern angeschaut werden und eine „Erinnerung an die Coronazeit sein kann, die nicht negativ ist“, meint Kellner. Wenn Schulleben wieder normal stattfinden kann, hofft die Fachschaft, einen Tanz-Flashmob in der Schule durchführen zu können.

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