Gerbereimuseum Enger kann Gelder vom Vorjahr auch 2021 einsetzen
250.000 Euro an Denkmalmitteln

Enger (WB) -

Gute Nachrichten für die Freunde des Gerbereimuseums in Enger: „Wir haben sowohl vom Land als auch vom Bund den Bescheid erhalten, dass die Denkmalfördermittel, die wir für die Sanierung der Lohgerberei im Jahr 2020 beantragt haben, auf das Jahr 2021 übertragen werden“, erklärt Karsten Glied, Vorsitzender des Museumsvereins.

Freitag, 22.01.2021, 05:55 Uhr aktualisiert: 22.01.2021, 15:28 Uhr
Diese Visualisierung zeigt, wie das frisch sanierte Gebäude Ende 2021 aussehen soll. Foto: Verein Gerbereimuseum

Durch die Corona-Krise hatten sich die Vorbereitungen der Baumaßnahme dermaßen in die Länge gezogen, dass der anvisierte Baubeginn im Jahr 2020 nicht mehr realisierbar war. So wandte sich der Verein auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Mittel ins Jahr 2021 hinüberzuretten, an die Bezirksregierung. „Dort sind wir sehr gut beraten worden, und auch der heimische FDP-Landtagsabgeordnete Stephen Paul, Sprecher für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung der FDP-Fraktion, hat uns unterstützt“, erklärt Glied.

Die Detmolder Experten hätten vor allem Bedenken gehabt, dass die Denkmalgelder des Landes nicht übertragen werden könnten. „Doch glücklicherweise war das nicht der Fall“, sagt der Vorsitzende. Damit sind dem Verein insgesamt 250.000 Euro sicher.

Diese Tatsache stimmt ihn auch optimistisch im Hinblick auf die dritte Förderung, die ebenfalls vom Land käme. Dabei handelt es sich um das Programm Heimatzeugnis. Aus diesem Topf waren für 2020 390.800 Euro reserviert gewesen. Den zugehörigen Fördermittelbescheid hatte die Ministerin Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach, im November 2019 selbst an die Förderer des Gerbereimuseums überreicht.

„Ich rechne in den nächsten Wochen mit einer positiven Nachricht des Ministeriums“, erklärt Glied. „Das Land hat schließlich selbst im September nachgefragt, ob wir es angesichts von Corona schaffen, die Mittel noch 2020 in Anspruch zu nehmen oder ob das Geld weitergetragen werden soll.“

Die Vereinsmitglieder waren in der Zwischenzeit nicht untätig. „Wir haben in Zusammenarbeit mit unserem Architekten alles soweit vorbereitet, dass wir zügig an die Ausschreibungen gehen können, sobald das Geld bewilligt ist“, sagt Glied.

Auch am Feinkonzept für den musealen Ausbau wird seit längerem gearbeitet. „Es geht um inhaltliche Recherchen für die Präsentation und die Auswahl der Exponate, aber auch um die Farbgebung oder die Frage, wo der Museumsdienst sitzt und ob das Merchandising eine Vitrine benötigt.“

Vorgesehen ist, bis Ende des Jahres die Lohgerberei, die derzeit ungenutzt und in einem desolaten Zustand ist, baulich zu sanieren. Dazu muss das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 18. Jahrhundert komplett zurück- und wieder neu aufgebaut werden. Darauf folgt der museale Ausbau. Das neu gestaltet Museum soll dann im Jahr darauf feierlich eröffnet werden.

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