Die Streusalzvorräte der Bauhöfe sind gut gefüllt – 15 Tonnen in Spenge auf Vorrat
Zehn Jahre keinen Schnee geräumt

Enger/Spenge (WB) -

Zwölf Mitarbeiter des Bauhofes in Spenge kümmern sich, wenn es in der Stadt friert oder schneit. Die Dienstpläne stehen, die Fahrzeuge sind einsatzbereit und 15 Tonnen Streusalz liegen auf Vorrat, mehr ist bei Bedarf verfügbar. So ist der Winterdienst wie in jedem Jahr auch für starken Schneefall gerüstet. Den letzten dieser Art gab es in der Stadt allerdings zuletzt vor zehn Jahren, wie sich die Bauhofleiter Dirk Weber und Ralf Wollbrink erinnern.

Donnerstag, 07.01.2021, 05:43 Uhr aktualisiert: 07.01.2021, 09:34 Uhr
Die Salzlager in Enger und Spenge sind gut gefüllt und die Bauhöfe auf einen möglichen Wintereinbruch vorbereitet. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Ob nun in den kommenden Tagen Schnee fällt und liegen bleibt oder Straßen und Bürgersteige nur glatt sind: Nicht in jeder Straße ist für Räumung und Streuung automatisch der Winterdienst zuständig. Die Satzung in Spenge etwa sieht vor, dass in Anliegerstraßen die Anwohner selbst für die Winterwartung der Fahrbahn verantwortlich sind – „aber in erster Linie dann, wenn die Straße verkehrswichtig ist“, sagt Bürgermeister Bernd Dumcke.

Das sei aber zumeist nicht der Fall. So muss der Fokus der meisten Anwohner auf dem Gehweg vor den Häusern liegen. „Im Grunde muss jeder dafür Sorge tragen, dass vor der eigenen Haustür keiner zu Schaden kommt“, resümiert Dumcke. Die Satzung samt Straßenverzeichnis gibt es auf der Internetseite der Stadt.

Wann die Mitarbeiter des Spenger Bauhofes zum Winterdienst ausrücken – um verkehrswichtige Fahrbahnen vor dem Berufsverkehr zu sichern – entscheidet sich zunächst auf Basis der Wetterdaten, die sie zwei Mal am Tag erhalten. „Diese Informationen sind natürlich nur annähernd. Schon Abweichungen von nur ein bis zwei Grad können einen Unterschied machen“, erklären Weber und Wollbrink, die seit mehr als zehn Jahren im Spenger Bauhof arbeiten und ihn seit einem Jahr gemeinsam leiten.

Sagen die Daten für den nächsten Tag Frost oder Schnee vorher, fährt am Morgen ein Mitarbeiter um vier Uhr raus. Er kontrolliert alle Stadtteile auf Temperatur und Wetterlage. „Das ist nötig, weil Lenzinghausen höher liegt als Spenge-Mitte, die Lage in Bardüttingdorf eine andere ist als in Hücker-Aschen“, erklärt Wollbrink die Unterschiede.

Der Kontrolleur ist die Vorhut einer von insgesamt drei Kolonnen, bestehend aus vier Personen, die in Spenge wochenweise rotierend Bereitschaft haben. Mit vier Fahrzeugen – zwei für die Straße und zwei für den Gehweg – sowie einem Wagen in Reserve arbeiten die Bauhof-Mitarbeiter nach einem festgelegten Plan, der die verkehrswichtigsten Straßen priorisiert – das heißt beispielsweise die Zufahrten zu Feuerwehr oder Schule. Bei Bedarf wird eine zweite Route befahren, mehrere Kolonnen gleichzeitig eingesetzt und zudem kann auch eine externe Firma zur Unterstützung beauftragt werden.

Der vergangene Winter in Spenge allerdings war nicht hart, nur sechs Tonnen Streusalz wurden verbraucht. Zum Vergleich: 2018 waren es noch 49 Tonnen! „Die Schneeschieber haben wir tatsächlich zuletzt im Winter 2009/10 benötigt“, berichtet Weber. Sie werden nur dann an die Fahrzeuge montiert, wenn ordentlich Schnee auf der Straße liegt. In Spenge und Enger waren Räumungen seit dem Winter 2010 nicht mehr notwendig.

Derzeit liegen im Bauhof in Spenge 15 Tonnen Streusalz auf Vorrat, während Enger Ladungen in den Fahrzeugen bereithält sowie fünf Tonnen zur Handstreuung in Säcken lagert. Beide Bauhöfe können sich bei Bedarf Nachschub vom Kreisbauhof in Dreyen holen.

Viele Einsätze gab es auch in diesem Winter noch nicht. In der Regel nimmt das aber im Januar und Februar zu. Darauf sind die Bauhöfe auch 2021 – trotz Corona – vorbereitet. Bürgermeister und Bauhofleiter sind da zuversichtlich. Die Abstände könnten bei der Arbeit und auf den Höfen problemlos eingehalten werden, die verschiedenen Kolonnen begegnen sich kaum, in den Fahrzeugen besteht Maskenpflicht. Birger Kemminer, Bauhofleiter in Enger, betont: „So werden wir den Winterdienst voraussichtlich sicherstellen können.“

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