Suche nach flotten Sprüchen für Illustrationen des Sachsenherzogs geht in die Verlängerung
Wortwitziger Widukind

Enger (WB) -

Große Nase, weiter Mantel und ostwestfälische Skepsis in der Mimik – das zeichnet die Widukind-Figur aus, die Wolfgang „Percy“ Oehme für das Kinderbuch „Widu, Witte... was für‘n Kind?“ ersonnen hat. Gemeinsam mit Widukind-Museumsleiterin Regine Krull sucht der Illustrator des Kinderbuches weiter nach markigen Sprüchen zu einigen seiner bisher unveröffentlichten Zeichnungen. Die Engeraner sind aufgefordert, kreativ zu werden und witzige Kommentare zu liefern.

Freitag, 01.01.2021, 10:27 Uhr aktualisiert: 01.01.2021, 10:30 Uhr
Regine Krull und Wolfgang „Percy“ Oehme suchen weiterhin nach lustigen Kommentaren, die zusammen mit Oehmes Widukind-Zeichnungen als Postkarte oder Poster veröffentlicht werden können. Foto: Daniela Dembert

Die Idee ist, den flügelköpfigen Feldherren samt Spruch auf Postkarten und Poster drucken zu lassen.

Einige witzige Einsendungen haben die Initiatoren seit dem Aufruf zur Aktion bereits bekommen, unter anderem von Ulrike Kindermann, die als Texterin des Kinderbuchs schon seit längerem mit dem langnasigen Comic-Widukind vertraut ist. Vielleicht, so die Überlegung der Initiatoren, berge der Lockdown noch Gelegenheit für die Engeraner, ihr kreatives Potential zu entfalten. Deshalb werden Vorschläge noch bis zum 10. Januar entgegen genommen.

„Die Idee zu den Postkarten und Postern hat hier im Rathaus schon schwere Begeisterung hervorgerufen“, berichtet Regine Krull. Sollten die geplanten Drucke sich der erhofften Beliebtheit erfreuen, könne über weitere Gestaltungen nachgedacht werden. „Beispielsweise T-Shirts“, meint die Museumsleiterin.

Mehrere witzige Text-Ideen liefert Oehme selbst. Beispiel: den an seinen Denkmal-Sockel gelehnt schlafenden Widukind hat der Hobby-Illustrator als Pendant zur nie schlafenden Metropole New York untertitelt mit: „Enger, the city that ever sleeps“.

Gleich eine ganze Reihe von Aussagen hat Bauhof-Mitarbeiter Marko Ellerbrock ersonnen und folgt mit seinen Wortspielen einer einheitlichen Linie: „Scharf Widu“ lautet die doppeldeutige Unterschrift zu einer Zeichnung von Widukind mit Schwert, „Widu mich schon wieder ansiehst...“ ordnet er dem vor einem leeren Gläschen sitzenden und melancholisch dreinschauenden Sachsenherzog zu.

Sie könne sich gut vorstellen, dieselben Motive mit verschiedenen Sprüchen drucken zu lassen, sagt Krull. Die Idee, mit dem Namen des Sachsenherzogs zu spielen, gefalle ihr sehr gut, schön wäre allerdings auch, „den Engeraner Slang einzufangen“. Dazu könnten Vorschläge wie „Komm, tu dich noch ne Bratwurst“ oder „Je Enger wir sitzen, je döller wird‘s“ zählen.

Für diese Sprüche gebe es zwar noch kein passendes Bild, „aber was nicht ist, kann ja noch werden“, meint Wolfgang Oehme. Gefragt seien auch Texte, zu denen erst noch ein Bild gemalt werden müsse.

Die Motive sind auf der Homepage der Stadt Enger unter der Rubrik Rathaus/Pressemitteilungen oder auf der Internetseite des Widukind-Museums einzusehen. Anregungen können an die E-Mail-Adresse des Museums info@widukind-museum-enger.de oder direkt an Regine Krull unter r.krull@enger.de geschickt werden.

Den besten Einsendungen winkt eine Prämierung in Form des freien Eintritts in das Widukind-Museum oder zu einer von dessen Veranstaltungen sowie ein handsigniertes Original einer Widukind-Zeichnung.

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