Engeraner Jan-Henrik Gruszecki wohnt dort, wo der Dortmunder Fußballverein 1909 gegründet wurde
Der neue Berater beim BVB

Enger/Dortmund (WB) -

Als Kind und Jugendlicher kickte Jan-Henrik Gruszecki für den SC Enger. Sein Herz aber schlug immer auch für einen der großen Vereine: Seit seiner Kindheit ist er BVB-Fan. Zum 1. Januar wird Borussia Dortmund sein Arbeitgeber.

Montag, 07.12.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 11:00 Uhr
Der BVB-Fan Jan-Henrik Gruszecki wird ab Januar die Stabstelle „Strategie und Kultur“ bei Borussia Dortmund leiten. Foto: Reinaldo Coddou H.

Er übernimmt die neu geschaffene Stabstelle „Strategie und Kultur“ und wird damit zum Berater von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Nach Informationen dieser Zeitung soll der 36-Jährige schon in den vergangenen Jahren immer wieder in Kontakt zu Watzke gestanden haben.

Gruszecki ist in der aktiven Dortmunder Fan-Szene kein Unbekannter, war einst Mitbegründer von „The Unity“. Mit seinen Erfahrungen aus diesem Bereich und dem Fokus auf die Entwicklung des Fußballs in Deutschland wird er in der Chefetage des BVB beratend tätig werden.

„In der Grundschule Besenkamp bin ich öfter im BVB-Trikot erschienen“, sagt Jan-Henrik Gruszecki, der sich später auch für die Grünen politisch als Sachkundiger Bürger engagiert hat.

In seinem Heimatort Enger gab es damals den BVB-Fanclub „Die Germanen kommen“, dem Gruszecki angehörte. Noch heute ist er Mitglied im SC Enger und regelmäßig zu Besuch in der Widukind-Stadt – bei seinen Eltern und seiner Schwester.

Nach dem Studium in Bielefeld zog es den Fußballfan nach Buenos Aires, wo er von 2008 bis 20012 lebte. Zurück in Deutschland wählte er dann die Stadt „seines“ Vereins als neue Heimat. „Mein Wohnzimmer ist genau an dem Ort, an dem der BVB 1909 gegründet wurde“, erzählt Gruszecki.

Während der Recherchen zum Film über die Gründungsgeschichte von Borussia Dortmund stieß er auf die Räumlichkeiten der Kneipe „Zum Wildschütz“, in der einige Männer 1909 den Verein ins Leben riefen. Die Immobilie, in der inzwischen ein Imbiss war, sollte versteigert werden. Der gebürtige Engeraner überlegte nicht lange. Nach Umbauarbeiten zog er 2014 ein.

Gruszecki hat verschiedene Jobs gemacht, eines hatten sie gemein: Irgendwie drehte es sich immer um Fußball. Er war Kommunikationsberater für eine bekannte Agentur in Hamburg, arbeitete als Filmemacher und als Spielervermittler für Profis aus Lateinamerika.

Eines seiner bekanntesten Filmprojekte ist „Am Borsigplatz geboren“. Der Film, der auch in der ARD gezeigt wurde, zeichnet die Gründungsgeschichte des BVB nach.

Der Film „Fußballhauptstadt Buenos Aires“, an dem der Engeraner ebenfalls mitgewirkt hat, ist nach dem Tod von Diego Maradona aktuell wieder in der ARD-Mediathek zu sehen.

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