Seniorenresidenz Mathilde: 18 Bewohner und 6 Mitarbeiter positiv getestet
Mindestens 24 Personen infiziert

Enger (WB/bo). Die ersten Testergebnisse aus der Seniorenresidenz Mathilde liegen vor: Nachdem sich Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten, sind alle Bewohner der Seniorenresidenz getestet worden. Von den insgesamt 70 Bewohnern sind 18 infiziert, zudem sechs Mitarbeiter. Wie der Kreis Herford mitteilt, liegen noch nicht alle Ergebnisse vor.

Dienstag, 03.11.2020, 17:09 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 17:11 Uhr
Die ersten Testergebnisse liegen vor. Demnach haben sich 18 Bewohner und sechs Mitarbeiter der Seniorenresidenz Mathilde mit dem Coronavirus infiziert. Foto: Moritz Winde

„Es leidet zum Glück niemand unter schweren Symptomen“, informiert Bernhard Rössler, Pressesprecher der Orpea-Gruppe, zu dem die Seniorenresidenz Mathilde in Enger gehört. Das Infektionsgeschehen in Altenheimen sei nicht ohne Weiteres vorhersehbar, es handele sich in jedem Fall um Risikopatienten, erklärt Dr. Marie Luise Kluger, Leiterin des Gesundheitsamtes des Kreises Herford. „Deshalb sind wir auch froh, dass einige Infizierte ohne Symptome und einige sogar schon auf dem Weg der Besserung sind“, sagt sie.

Aber es gebe auch Patienten mit Symptomen. „Es wird alles getan, damit sich das Infektionsgeschehen unter diesen Risikopersonen nicht weiter ausbreitet“, versichert Kluger.

Quarantänekonzepte werden angepasst

Derzeit würden die Quarantänekonzepte und die aktuelle Versorgung der Bewohner angepasst. Das bereits vorher bestehende Hygienekonzept werde aktualisiert und mit Zustimmung des Gesundheitsamtes umgesetzt. Wie berichtet, wird es in der Seniorenresidenz Mathilde so lange ein Besuchsverbot geben, bis die Quarantäne aufgehoben ist. „Alle Infizierten sind in ihren Zimmern isoliert, die betroffenen Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne. So können wir sicherstellen, dass kein Kontakt zu anderen Bewohnern besteht“, erklärt Bernhard Rössler. Den Ausfall der Mitarbeiter bekomme man kompensiert, sagt er.

Genügend Schutzausrüstungen

Rössler betont, dass es in der Pflegeeinrichtung auf absehbare Zeit keinen Engpass bei Schutzausrüstungen geben wird: „Wer ein Quarantäne-Zimmer betritt, benötigt eine FFP2-Maske, eine Haube, einen Schutzkittel und Handschuhe. Von allem ist ausreichend vorhanden.“ Bereits im Vorfeld habe man sich darum gekümmert, dass die Lager gut gefüllt sind.

Insgesamt gibt es im Kreisgebiet derzeit 15 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe, an denen Beschäftige infiziert oder als Kontaktpersonen in Quarantäne sind.

In Enger und Spenge sind die Fallzahlen seit gestern gestiegen. In Spenge gibt es jetzt 19 (gestern 17) Infizierte, in Enger 74 (57).

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