Aktion: Kinder aus dem Kreis Herford können die Häuser schmücken
Laternen als Zeichen der Hoffnung

Enger/Herford (WB). „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir…“ Im November ziehen Kinder mit hell leuchtenden Laternen durch den Abend und bringen mit strahlenden Augen Licht in die Dunkelheit. Das ist aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. Laternenumzüge und auch das Martinssingen sind untersagt. Mit der Aktion „Laternenfenster“ sollen die gebastelten Laternen der Kinder dennoch zur Geltung kommen.

Dienstag, 03.11.2020, 05:25 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 09:54 Uhr
Christian, Florian (11) und Simone Rasch von der Evangelischen Kirchengemeinde Herringhausen rufen zum Mitmachen bei der „Laternenfenster“-Aktion auf. Sie hoffen, dass in Herringhausen und Umgebung bald viele Fenster leuchten. Foto: Julia Günter

„Normalerweise veranstalten wir von der Evangelischen Kirchengemeinde Herringhausen zu jedem 1. November einen Laternenumzug, bei dem immer um die 200 bis 300 Leute teilnehmen“, erklärt Pfarrerin Simone Rasch. „Nach längerer Überlegung war es natürlich das Sinnvollste, es dieses Jahr ausfallen zu lassen.“ Und mit der Vorgabe des Landes war es am Ende sogar verboten.

Hoffnung und Zusammenhalt

Diejenigen Kinder, die bereits fleißig gebastelt haben, brauchen allerdings nicht traurig sein: Es gibt eine kreative Alternative, bei der die Eigenkreationen doch noch zur Schau gestellt werden können. Mit „Laternenfenster“ hat Jennifer Brenzinger aus Baden-Württemberg eine Aktion ins Leben gerufen, bei der man eine oder mehrere Laternen in ein Fenster hängt, das am besten zur Straße hin zeigt und sie dort mit Lichterketten oder LED-Teelichtern zum Leuchten bringt.

„Ich bin auf die Idee durch die Mutter eines Mitschülers von meinem Sohn gestoßen, die die Aktion auf Facebook geteilt hat. Das kam nach der Absage des Umzugs dann auch wie gerufen“, sagt die Pfarrerin aus Herringhausen. In dem Zeitraum vom 1. bis zum 11. November können abendliche Spaziergänger nun die leuchtenden Laternen in ihrer Nachbarschaft bewundern. Ganz im Sinne von St. Martin soll somit vor allem Hoffnung und Zusammenhalt in einer solch schwierigen Zeit ausgedrückt werden.

Mehr Informationen zu der Aktion von Jennifer Brenzinger gibt es im Netz .

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