Städte Enger und Spenge kündigen mehr Kontrollen im öffentlichen Raum an
Im Kino bleibt die Maske auf

Spenge/Enger(WB). Die Coronazahlen steigen, seit Donnerstag ist der Kreis Herford Risiko-Gebiet. Der Inzidenzwert liegt bei 55. Was bedeuten diese gestiegenen Werte für die Kommunen Enger und Spenge? Was für Einrichtungen wie das Kino?

Freitag, 23.10.2020, 05:55 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 06:00 Uhr
Seit der erste kritische Wert von 35 im Kreis Herford überschritten ist, muss man auch im Kinosaal während der Vorstellung die Maske auflassen. Foto: Kathrin Weege

Mehr Kontrollen in Spenge

„Es wird in jedem Fall nun wieder mehr Kontrollen geben“, sagt Spenges Bürgermeister Bernd Dumcke. Vor allem auf dem Wochenmarkt werden die Mitarbeiter unterwegs sein. Unter ihnen Olaf Kniepkamp. „Ab jetzt gilt die Maskenpflicht nicht mehr nur an den Ständen, sondern generell auf dem Markt“, sagt Kniepkamp, der zum Coronakrisenstab der Stadtverwaltung gehört.

„Wer seine Maske dann nur vergessen hat aufzusetzen und dies sofort tut, den weisen wir nur darauf hin. Hat jemand keinen Mund-Nasen-Schutz dabei oder weigert sich, ihn zu tragen, dann wird ein Bußgeld fällig. Das kann laut Coronaverordnung zwischen 50 und 250 Euro liegen“, sagt Dumcke.

Sperrstunde

Ab einem Inzidenzwert von 50 gilt auch in den kleineren Städten Enger und Spenge eine Sperrstunde ab 23 Uhr. „Wir sind zwar nicht der Hotspot der Gastronomie hier, aber wir werden das Einhalten kontrollieren“, sagt Dumcke.

Anmelden für Rathausbesuch

Bereits am Donnerstag hatte er angekündigt, dass der Besuch im Rathaus nun wieder nur noch per Anmeldung möglich ist. „Gerade im Bereich Bürgerbüro und in der Sozialabteilung knubbelt es sich sonst manchmal.“ Durch Anmeldungen – die Termine sollen dann möglichst kurzfristig möglich sein – werde alles entzerrt und man könne das regelmäßige und wichtige Lüften besser umsetzen.

Bernd Dumcke appelliert an die Bürger, sich an die AHA-Regeln zu halten. „Jeder sollte sich überlegen, auf welche Zusammenkünfte er in Zukunft verzichten kann und welche er sich noch gönnen möchte“, so das Spenger Stadtoberhaupt.

Maskenpflicht im Kino

Neben den Gastronomen in Enger und Spenge sind auch Kinos von den Regelungen der Schutzverordnung deutlich betroffen. „Ab dem Wert von 35 muss nicht nur beim Einlass, sondern auch während der Vorstellung die Maske getragen werden“, erklärt Nicole Kulemann vom Spenger Zentraltheater. Nur zum Essen und Trinken dürfe der Mund-Nasen-Schutz kurz heruntergenommen werden. Eigentlich passen 198 Besucher in das kleine Kino an der Poststraße. 1,50 Meter Abstand müssen aber eingehalten werden. „Wir konnten mit dem Erreichen des ersten Warnwertes noch knapp 80 Plätze vergeben“, sagt die 48-Jährige.

20 Prozent Saalauslastung

Mit dem Steigen des wichtigen Corona-Wertes auf über 50 darf sie nur noch 20 Prozent ihrer Plätze besetzen – also etwa 40 Filmfans hereinlassen. „Das alleine würde sich sogar noch lohnen. Aber wir können nun keine ganz schwachen Tage mehr ausgleichen, weil wir an stärkeren Tagen ja trotzdem nicht mehr als 40 Leute reinlassen dürfen“, erklärt Kulemann, die das Kino im Vollerwerb betreibt. Bisher sei das auch immer gut gelaufen. Bis Corona kam.

Nach dem Lockdown sei zunächst sehr wenig losgewesen. „Es gab kein neues Filmmaterial. Mit dem Blockbuster ‚Jim Knopf‘ war es jetzt gerade wieder losgegangen. Es lief richtig gut“, blickt Kulemann zurück. Es sei Hoffnung aufgekeimt. Doch nun treffe die zweite Welle direkt auf die besucherstärkste Zeit der Kinos. Kulemann plant immer nur für ein, zwei Wochen. „Man kann nur sagen: Augen zu und durch. Und hoffen, dass die Filmproduzenten auch weiter an uns Kinos glauben.“

Maßnahmen in Enger

Ähnlich wie in Spenge wird es auch in Enger mehr Kontrollen geben. „Wir sind aber auch jetzt schon immer regelmäßig unterwegs. Es lässt sich festhalten, dass sich die meisten schon an die Maskenpflicht halten“, sagt Kerstin Ebert, Stellvertreterin von Bürgermeister Thomas Meyer in Enger. Man stehe zudem in direktem Kontakt mit den Gastronomen, werde aber auch dort Kontrollen vornehmen. Eine generelle Maskenpflicht in den Innenstädten von Enger und Spenge werde es nicht geben. „Wir appellieren vor dem Hintergrund der steigenden Zahlen an alle, sich an die neuen Regelungen zu halten“, bittet Kerstin Ebert.

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