Amtsinhaber setzt sich mit 53,45 Prozent gegen Philip Kleineberg durch
Thomas Meyer bleibt Bürgermeister von Enger

Enger (WB). Bürgermeister Thomas Meyer (SPD) bleibt auch die nächsten fünf Jahre im Amt. Mit 53,5 Prozent und einem Vorsprung von 519 Stimmen auf CDU-Herausforderer Philip Kleineberg entschied er die Stichwahl für sich.

Sonntag, 27.09.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 27.09.2020, 22:54 Uhr
Gratulation mit der Corona-Faust: Philip Kleineberg (links) wünscht Thomas Meyer viel Erfolg für die nächste Amtszeit. Foto: Christina Bode

Schon kurz nach Schließung der Wahllokale standen die ersten Ergebnisse fest. In Westerenger/Dreyen sah es zunächst so aus, als würde es eine klare Angelegenheit für den Amtsinhaber. Meyer lag mit 59,5 und 64,1 Prozent deutlich vor seinem Herausforderer. Doch dann holte Kleineberg auf – Meyer musste um seine Wiederwahl zittern. Vor allem in Enger-Mitte lag Kleineberg teilweise deutlich vor Meyer. Im Wahlbezirk 060 beispielsweise holte er 64,1 Prozent der Stimmen, im Bezirk 080 lag der CDU-Mann mit 61,2 Prozent vorne.

Nach Auszählung der Stimmen in den Wahllokalen lag der Bürgermeister schließlich nur noch 157 Stimmen vor seinem Herausforderer und die Ergebnisse der drei Briefwahlbezirke waren noch nicht ermittelt.

Meyer mit 519 Stimmen Vorsprung

Es folgten Minuten des Bangens. Letztlich konnte Meyer seinen Vorsprung bei den Briefwählern aber ausbauen und siegte mit 519 Stimmen Vorsprung.

Als alle Wahlbezirke ausgezählt waren, kam Thomas Meyer – sichtlich gerührt – in die Aula des Widukind-Gymnasiums, um dort Glückwünsche seiner Parteikollegen in Empfang zu nehmen und sich für die Unterstützung zu bedanken. „So etwas macht man nie allein. Dieser Sieg ist das Werk von uns allen“, sagte der alte und neue Bürgermeister.

Und auch seiner Familie, seiner Frau Heike und seinen Kindern Florian und Carolin, die ihm immer den Rücken freigehalten hätten, gebühre ein großer Dank. Auch ihnen war nach der heißen Wahlkampfphase und aller Unsicherheit die Erleichterung und Freude über den Sieg sichtlich anzusehen. Meyer sagte, er freue sich, die Bürger mit seinen Themen überzeugt zu haben und wünsche sich nun weiterhin den Rückhalt im Stadtrat.

Neue Mehrheiten im Stadtrat

Dort sind die Mehrheitsverhältnisse neu gemischt – die CDU hat mit zwölf Sitzen nun eine Stimme mehr als die SPD. Die Grünen belegen jetzt acht statt sonst vier Mandaten und die FDP besetzt künftig drei Plätze im Rat. Meyer warb für die Mehrheiten, die es nun brauche, um die Stadt voranzubringen. „Unsere Stadt hat es verdient, weiter gestaltet zu werden. Wir haben vieles vor, das nur darauf wartet, dass wir es in die Hand nehmen“, sagte der Bürgermeister.

Kleineberg wird im Rat mitarbeiten

Ein wenig später stießen auch sein Herausforderer Philip Kleineberg (CDU) mit Ehefrau Friederike sowie einige Mitglieder des CDU-Stadtverbandes hinzu, um dem Wahlsieger zu gratulieren. „Es war ein harter, fairer Wahlkampf“, sagte Kleineberg und verkündete bereits, in der nächsten Legislaturperiode im Stadtrat mitarbeiten zu werden. „Ich freue mich auf eine gemeinsame, konstruktive Zusammenarbeit, in der jeder aus seiner Sicht und mit seinen Schwerpunkten im Sinne der Bürger handeln und entscheiden wird“, sagte Thomas Meyer.

Gewünscht hätten sich beide Kandidaten eine bessere Wahlbeteiligung. Mit 45,7 Prozent (7559 Wähler) hat nicht einmal die Hälfte aller Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

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