Partei stellt ihr Wahlprogramm für vor: Enger soll noch familienfreundlicher werden
SPD will mehr Kitaplätze schaffen

Enger (HK). Für ein familienstarkes Enger will sich die SPD gemeinsam mit dem amtierenden Stadtoberhaupt Thomas Meyer einsetzen. Drei Punkte sind den Sozialdemokraten in ihrem Programm besonders wichtig: Stadtentwicklung, Bildung und Wohnen/Leben.

Samstag, 08.08.2020, 05:04 Uhr aktualisiert: 08.08.2020, 05:10 Uhr
Die SPD stellt ihr Wahlprogramm vor. Stadtentwicklung und Familienfreundlichkeit stehen für die Ortsvereinsvorsitzende Sarah Kraczewski, den Fraktionsvorsitzenden Jörg Pultermann und Bürgermeister Thomas Meyer (von links) ganz oben auf der Agenda. Foto: Daniela Dembert

„Grundsätzlich wollen wir alle Lebenssituationen in der Stadt anbieten können“, stellt Meyer klar. Das geplante Wohngebiet Sieler Weg spreche durch unterschiedliche Wohnkonzepte verschiedene Nutzergruppen an.

Bezahlbare Wohnungen

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jörg Pultermann sieht generellen Handlungsbedarf im Wohnungsbau: „Wenn wir das dem freien Markt überlassen, entsteht zu wenig bezahlbarer Wohnraum. Die Stadt kann durch Grunderwerb und eigene Auftragsvergabe wie auch durch planerische Vorgaben Einfluss nehmen.“

Die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Sarah Karczewski betont: „Zum Leben in der Widukindstadt gehört ein reges Vereinsleben.“ Die SPD wolle die Ehrenamtlichen weiterhin vielfältig – beispielsweise durch kostenlose Raum- und Hallennutzung und das Imagekonzept – unterstützen.

Offener Ganztag

Soll die Stadt wachsen, seien zusätzliche Kinderbetreuungsplätze ein Thema, derzeit bestehe noch Bedarf für circa 50 Kinder, so Meyer. Ganz ähnlich sehe es künftig bei den Betreuungsplätzen des Offenen Ganztags an den Schulen aus. „Ziel ist es, diese offenen Bedarfe zu decken“, sagt Meyer. Akut nachgesteuert werden müsse an der Grundschule Enger-Mitte. Dort gebe es bekanntermaßen ein generelles Platzproblem.

Eng ist es auch an den weiterführenden Schulen, besonders knifflig sieht es in naher Zukunft am Widukind-Gymnasium aus. „Durch die Umstellung von G8 auf G9 ist in absehbarer Zeit ein Jahrgang mehr unterzubringen“, sagt Meyer. Die Räume, die durch G8 frei geworden seien, würden als Differenzierungsräume genutzt oder stünden den Schülern als Aufenthaltsmöglichkeiten zur Verfügung.

Gymnasium erweitern

„Wir werden sicher räumlich erweitern müssen und zeitnah schauen, wie sich das gestalten lässt“, meint der Bürgermeister. Eilig vorangetrieben werden soll die Digitalisierung der Schulen. Der erste Satz der 1000 Tablets, den die Stadt bestellt hat, wird in den ersten Wochen des neuen Schuljahres erwartet.

In Sachen Stadtentwicklung soll nach Vorstellung der SPD einiges passieren, vor allem im Stadtkern könnte im Rahmen des ISEK mit Landesmitteln umgestaltet werden. Karczewski: „Die hohen Bordsteinkanten sind in der gesamten Innenstadt eine Barriere für viele Nutzergruppen. Die Umgestaltung ist eines der Kernprojekte für die kommenden Jahre.“

Innenstadtgestaltung

Das Kaufverhalten der Menschen habe sich verändert. Ob es gelinge, mehr Gastronomie, Dienstleister und Wohnbereich in der Innenstadt zu etablieren, hinge entscheidend von der generellen Aufenthaltsqualität ab, argumentiert Meyer. Es gelte, die Rahmenbedingungen für eine gute Frequentierung der Innenstadt herzurichten, dazu gehörten auch gut durchdachte Mobilitätsangebote und eine radfahrerfreundliche Gestaltung.

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