Ortsteile sollen besser angebunden werden – Bredenstraße: Ränder schlecht befestigt
Grüne nehmen Radrouten unter die Lupe

Enger (WB). Spätestens seit der Corona-Pandemie liegt entschleunigendes Radfahren voll im Trend. Damit das Radeln alltagskompatibel und sicher wird, muss nach Meinung des Stadtverbands der Grünen noch einiges in Enger passieren.

Montag, 03.08.2020, 05:20 Uhr
Foto: Dembert

Am Samstagnachmittag hat die Partei Interessierte zur ersten von vier Radtouren eingeladen, bei denen es um Möglichkeiten zur besseren Anbindung aller Ortsteile an den Stadtkern geht.

Start am Dreyener Eck

Gestartet ist die zehn Personen starke Gruppe am Dreyener Eck, Ziel war die neue Geschäftsstelle der Grünen in der Steinstraße.

„Wir werden leider entlang der Meller Straße keinen Radweg bekommen“, stellt Tourleiter Rolf Kinnebrock gleich zu Beginn klar. Die Eigentumsverhältnisse machten es der Stadt unmöglich, hier einen durchgehenden Weg für Radler einzurichten.

Das Ehepaar Kröger wohnt im Dahlienweg. „Wenn wir mit dem Fahrrad nach Enger unterwegs sind, fahren wir immer Umwege, weil uns die Meller Straße einfach zu gefährlich ist“, sagt Bernd Kröger. Zwar sei auf einem Teil der Straße im Zuge der Sanierung der Fahrbahndecke ein Schutzstreifen eingerichtet worden, „aber der nutzt auch nichts, wenn er an fünf Tagen der Woche durch parkende Autos blockiert ist“, meint Kröger.

Bredenstraße

Von der Meller Straße führte der Weg über die Bredenstraße. Auch hier sehen die Grünen Handlungsbedarf. „Die Straße ist breit genug, um für Radfahrer und Autoverkehr Platz zu bieten, jedoch sind die Ränder schlecht befestigt und es besteht Sturzgefahr“, zeigt Kinnebrock auf.

Für die von Radfahrern stark frequentierte Nordhofstraße wünschen sich die Grünen einen Ausbau nach Vorbild eines Radschnellweges, wie ihn das Land NRW vorschlägt.

Nicht nur Ausflügler, vor allem viele Schüler nutzen die Nordhofstraße, die streckenweise nur ein schmaler Asphaltstreifen ist, als sicheren Weg jenseits des Berufsverkehrs.

Nordhofstraße

Im Kataster sei die Straße an dieser Stelle mit neun Metern Breite verzeichnet. „Hier könnte ein vier Meter breiter, zweispuriger Radweg entstehen“, erklärt Kinnebrock und führt aus: „Den hätten wir auch gern beleuchtet. Nicht dauerhaft, das wäre ökologisch nicht vertretbar, aber vielleicht auf Ansprache.“

Weitere Touren

Die Idee, die Nordhofstraße für den Radverkehr auszubauen, ist nicht neu. Bereits 2018 haben die Grünen sie im Ausschuss für Stadtplanung, Infrastruktur und Umwelt vorgelegt und damit den Grundstein für das Alltagsradwegekonzept gelegt, das eine Anbindung aller Ortsteile an den Stadtkern vorsieht. „Jetzt hoffen wir auf eine baldige Umsetzung“, kommentiert Kinnebrock.

Bürgermeisterkandidatin Regina Schlüter-Ruff macht sich zudem für einen Lückenschluss des neu angelegten Schutzstreifens bis zum Dreyener Friedhof und zum Hücker-Kreuz stark.

Auch an den kommenden Samstagen laden die Grünen jeweils um 15 Uhr zu Radtouren ein. Am 8. August soll es vom Parkplatz des Combi-Marktes in Westerenger in die Innenstadt gehen, am 15. startet die Gruppe in Höhe der Fleischerei Pilz in Besenkamp und am 22. vom Dorfplatz in Herringhausen.

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