192 neue Leuchten – Energieeinsparung von 70 Prozent
Mehr LEDs erhellen Engers Straßen

Enger (WB). Auf Engers Straßen leuchten bald noch mehr LED-Laternen. 192 veraltete Kofferleuchten werden in diesen Wochen gegen effizientere LED-Leuchten ausgetauscht.

Donnerstag, 09.07.2020, 13:32 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 13:40 Uhr
Bei den neuen Laternen leuchtet nur ein kleines Lichtfeld. Das hat auch zur Folge, dass weniger Streulicht entsteht, das Insekten oder nachtaktive Tiere stört. Foto: Christina Bode

Begonnen hat die bereits sechste Umrüstungswelle am Montag an der Dorfstraße. „Diesmal sind eher die kleineren Nebenstraßen, vorwiegend in Wohngebieten, an der Reihe“, sagt Dorothea Bröring, bei der Stadt Enger zuständig für Umwelt und Straßen.

Seit 2008 bewirbt sich die Stadt Enger immer wieder im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums für Fördergelder, um die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung voranzutreiben. Mittlerweile seien 1320 der insgesamt 2140 Leuchten und damit etwa 60 Prozent energetisch saniert.

„Durch die Sanierung werden jährlich 274.710 Kilowattstunden Energie eingespart. Das entspricht 140 Tonnen CO2“, informiert Frank Rottmann, der bei Westfalen Weser für die Straßenbeleuchtung zuständig ist. Während in den alten Laternen durchgängig eine Lampe mit 36 Watt leuchtete, komme die LED-Leuchte mit 18 Watt aus.

Ökonomisch und ökologisch sinnvoll

„Die Leistung wird in der verkehrsschwachen Zeit ab 22 Uhr noch einmal auf neun Watt reduziert“, erläutert Rottmann. Die regulierbare Lichtleistung sei ein Punkt, der in dem Förderprogramm gefordert werde. Ebenso eine Energieeinsparung von mindestens 50 Prozent. „Wir liegen hier in Enger bereits bei etwa 70 Prozent“, sagt Rottmann.

Die Umrüstung auf die sparsame LED-Beleuchtung senke nicht nur die Energiekosten, sie ziehe auch weniger Insekten an, erklärt er. Auch nachtaktive Tiere würden weniger beeinträchtigt, da die Leuchten mit ihren flachen Gläsern wenig Streulicht erzeugen. „Somit ist die Umrüstung nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch sinnvoll“, meint Rottmann. Noch ein positiver Nebeneffekt: „Der Sternenhimmel wird für die Menschen wieder erlebbarer!“

Die Umrüstung der 192 Leuchten koste insgesamt etwa 100.000 Euro, erläutert Dorothea Bröring. Durch den Einsatz der Fördermittel verbleibt für die Stadt Enger ein Eigenanteil von 75 Prozent.

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