Ingenieurbüro stellt ersten Entwurf für Enger vor – Kinderbecken und Ruhebereich geplant
So könnte das Gartenhallenbad aussehen

Enger (WB). Überschaubar und familiär ist das Engeraner Gartenhallenbad. Daran möchte Betriebsleiter Thomas Holz gern festhalten: „Wir werden nie zu einem Erlebnis- und Spaßbad werden, sondern weiterhin ein kleines Familienbad bleiben.“ Dennoch soll an der Attraktivität des Bades geschliffen werden und die Tugenden des Bestands noch ausgebaut werden.

Mittwoch, 10.06.2020, 06:30 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 15:40 Uhr
An das bestehende Bad könnte ein Anbau kommen, in dem ein Ruhebereich untergebracht ist. Grafiken: Ingenieurbüro Dammeyer

Seitens der Wirtschaftsbetriebe besteht der Wunsch nach einem Kleinkind-Planschbereich und einer Ruhezone. „Der Beckenrandbereich ist aktuell zu schmal, um dort Ruheliegen aufzustellen, deshalb würde ein separater Bereich Sinn machen“, meint Thomas Holz. Auch ein Kleinkindbecken sei eine stimmige Ergänzung für das Bad.

ISEK-Gelder einbeziehen

Ein Fenster mit großen Sitznischen und ein gerundetes Becken bilden den Kinderbereich.

Ein Fenster mit großen Sitznischen und ein gerundetes Becken bilden den Kinderbereich.

Bereits Anfang des Jahres hatte sich der Betriebsausschuss mit einer möglichen Sanierung des Gartenhallenbades beschäftigt, für die auch Gelder im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) in Anspruch genommen werden können. In der jüngsten Ausschusssitzung am Montagabend hat das Engeraner Ingenieurbüro Dammeyer erste Ideen zur Verwirklichung vorgestellt.

In diesen Entwürfen sei auch der Wunsch nach einem weiteren Aufsichtsbereich berücksichtigt worden, von dem aus sowohl das Innenbecken als auch der Außenbereich überblickt werden können, erklärte Diplom-Ingenieur Bernd Dammeyer. „Das Bad, wie wir es kennen, soll natürlich erhalten bleiben. Wir wollen in das vor 15 Jahren sanierte Bestandsgebäude so wenig wie möglich Eingriff nehmen“, führt Dammeyer aus.

Kleine Anbauten

So könnten sich, von der Ringstraße aus gesehen, zu beiden Seiten des hinteren Gebäudebereiches Anbauten errichten lassen. „Das Bad ist durch seine Flügelform optisch sehr prägend. Da kann man nicht einfach irgendwie anbauen“, meint Dammeyer und rät zu einer sensiblen Einbettung der neuen Bauelemente, vor allem im Bezug auf deren Größe.

Freien Blick auf die Außenfläche des Freibades bietet die große Fensterfront im Ruhebereich.

Freien Blick auf die Außenfläche des Freibades bietet die große Fensterfront im Ruhebereich.

Der Kleinkindbereich wird kalkuliert mit einer Größe von 76 Quadratmetern. „Der passt, so wie wir ihn vorschlagen, sehr gut in diesen Bestandsbereich und der Ruhebereich ist von überschaubarer, dem Bad angemessener Größe.” Ein zu großzügiger Relaxbereich mit zig Liegen könnte dazu führen, dass Besucher sich verloren fühlten. Angedacht ist zunächst ein Areal von 67 Quadratmetern, an das sich ein Raum für die Badeaufsicht von knapp 20 Quadratmetern anschließt.

Separate Räume mit Glasfassade

Sowohl Kleinkindbecken als auch der Ruhebereich wären diesem Entwurf nach separate Räume, die durch die Glasfassade einen Blick in den Badebereich freigeben und über einen gläsernen Durchgang zu erreichen sind. Der Ruheraum ist als lichtdurchflutetes Areal mit einer großen, gerundeten Panorama-Glasfassade gedacht.

Insgesamt sehr positiv äußerten sich die Mitglieder des Betriebsausschusses am Montag zu den Ideen der Planer. Über die Kosten einer solchen Baumaßnahme kann noch keine Auskunft gegeben werden. „Auch, wenn die gute Ausarbeitung seitens des Planungsbüros anderes vermuten lässt, ist dies ja nur die Visualisierung erster Ideen“, betont Thomas Holz.

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