DRK-Kleiderladen in Enger öffnet ab Mittwoch zu geänderten Zeiten Einkaufen mit Mundschutz und Rollkorb

Enger (WB). An diesem Mittwoch öffnet der Kleiderladen des DRK Enger wieder seine Türen für Kunden. Auf einige Maßnahmen zum Infektionsschutz müssten sich Besucher jetzt einrichten, erklärt Betreiber Detlef Klute.

Von Daniela Dembert
Rollkörbe für den Einkauf, ein extravaganter Speichelschutz an der Kasse und Mundschutzpflicht: Kathrin Winter und Detlef Klute zeigen, was sich bei der Wiederöffnung des DRK-Kleiderladens an der Mathildenstraße ändert.
Rollkörbe für den Einkauf, ein extravaganter Speichelschutz an der Kasse und Mundschutzpflicht: Kathrin Winter und Detlef Klute zeigen, was sich bei der Wiederöffnung des DRK-Kleiderladens an der Mathildenstraße ändert. Foto: Daniela Dembert

„Wir starten mit drei Kunden, die gleichzeitig im Laden sein können. Ob und wie wir dann erweitern, hängt auch von der Disziplin der Ladenbesucher ab“, erklärt der Ehrenamtler. Durch das Positionieren der Kleiderständer hat das Team versucht, die Wege so zu gestalten, dass Menschen einander nicht in die Quere kommen. Schlanke Gänge gilt es zu vermeiden, so dass sich die Besucher nicht „gnubbeln“. Der Einlass erfolgt kontrolliert durch einen Mitarbeiter, das Tragen von Mundschutz ist verpflichtend.

Bis zu 2000 Teile nicht verkauft

In den vergangenen Wochen sei das Kleiderladen-Team häufig auf die Wiederöffnung angesprochen worden. Derzeit platze der Shop aus allen Nähten, denn in vier Wochen Schließung seien 1500 bis 2000 Teile nicht verkauft worden. „Der Bedarf besteht aber eindeutig“, so Klute. „Viele Menschen stecken durch die Corona-Krise in Kurzarbeit oder sind sogar arbeitslos geworden. Deshalb haben wir als Team entschieden, unsere Preise ordentlich einzustreichen und hoffen, unseren Kunden damit entgegen zu kommen und ihr Portemonnaie zu entlasten.“

Verkauf und Sortierung getrennt

Die Öffnungszeiten haben sich geändert. Der Grund: „Wir können Verkauf und Sortierung aus Platzgründen nicht mehr gleichzeitig laufen lassen. Einige der Ehrenamtlichen gehören Risikogruppen an.“ Der Kleiderladen öffnet mittwochs von 10 bis 13 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung mit ein, zwei Tagen Vorlauf zusätzlich samstags. Zur Terminabsprache erreichen Interessierte Detlef Klute telefonisch unter 05224/4001.

Kleiderabgabe vor dem Eingang

Auch die Kleiderabgabe ist jetzt anders organisiert. Wer eine Spende übergeben möchte, kann Schuhe paarweise zusammengebunden und Textilien gebündelt und verpackt entweder zu Ladenöffnungszeiten in den vor dem Eingang bereitstehenden Rolli legen oder jederzeit in den Altkleidercontainer am Haus einwerfen.

Klute und Kollegin Kathrin Winter bitten ausdrücklich darum, nur gut verpackte, saubere und noch brauchbare Kleidung und Schuhe einzuwerfen. „Der Altkleidercontainer ist keine kostenlose Restmülltonne“, betonen die beiden. Nach wie vor holt das Team größere Mengen, beispielsweise bei Haushaltsauflösungen, vor den Wohnungen ab.

Rollkörbe und Abstandsmarkierungen

Den Vorgaben des Kreisverbandes, die sich auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts stützen, komme man sehr gewissenhaft nach, berichtet Klute. Wie in anderen Geschäften habe man Rollkörbe angeschafft, die nach jeder Benutzung desinfiziert werden, Abstandsmarkierungen auf den Fußboden geklebt und für einen Speichelschutz an der Kasse gesorgt. Dieser entspricht übrigens voll und ganz dem Credo des Kleiderladens, ausgedienten Dingen zu einem zweiten Leben zu verhelfen und ist nebenbei ein witziger Hingucker: Zwei Autofrontscheiben, die von Wolf-Christian Winter vor der Entsorgung gerettet worden sind, dienen als schützende Abschirmung.

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