15 Mitarbeiter unter Quarantäne – Lukas-Krankenhaus hat aufgerüstet Drei Corona-Fälle in Geriatrie Enger

Enger/Bünde (WB). Im evangelischen Krankenhaus Enger hat es drei Corona-Fälle gegeben. „Eine Patientin, die in unsere Geriatrie verlegt worden war, wurde positiv auf Covid-19 getestet“, sagt Roland von der Mühlen, Geschäftsführer des evangelischen Krankenhauses Enger und des Bünder Lukas-Krankenhauses. Bei vorsorglichen Abstrichen sind zwei weitere Männer positiv getestet worden.

Von Christina Bode
Drei Patienten, die ins evangelische Krankenhaus Enger verlegt wurden, sind positiv auf Covid-19 getestet worden. Sie werden nun im Bünder Lukas-Krankenhaus und im Klinikum Herford behandelt. 15 Mitarbeiter sind unter Quarantäne.
Drei Patienten, die ins evangelische Krankenhaus Enger verlegt wurden, sind positiv auf Covid-19 getestet worden. Sie werden nun im Bünder Lukas-Krankenhaus und im Klinikum Herford behandelt. 15 Mitarbeiter sind unter Quarantäne. Foto: Gerhard Hülsegge

Nachdem die Frau Anfang der Woche positiv getestet worden war, habe man vorsorglich Abstriche von allen anderen Patienten genommen, die aktuell in der Geriatrie in Behandlung sind. Dabei seien zwei Männer aufgefallen, die allerdings keine Symptome gezeigt hätten, erklärte von der Mühlen. Man habe alle drei sofort auf die Isolierstationen des Lukas-Krankenhauses sowie des Herforder Klinikums verlegt, wo sie unter gesicherten Bedingungen behandelt werden können.

15 Mitarbeiter in Quarantäne

Alle 15 Mitarbeiter, die Kontakt zu den Patienten gehabt hätten, seien getestet worden – bislang alle negativ. Sie befinden sich jetzt für zwei Wochen unter häuslicher Quarantäne. „Wir müssen besonders vorsichtig sein, denn das Durchschnittsalter unserer Patienten ist hoch. Sie gehören zur Hochrisikogruppe“, sagt von der Mühlen.

Personell sei man in Enger auch trotz der Ausfälle weiterhin gut aufgestellt. Damit das so bleibt und die gute Versorgung der Patienten gewährleistet werden kann, hat Roland von der Mühlen einen Aufnahmestopp für das Engeraner Krankenhaus verhängt – auch um die Patientenzahl möglichst gering zu halten. „Da der Großteil unserer Patienten zur Weiterbehandlung aus anderen Häusern zu uns verlegt wird, können wir so handeln“, sagt der Geschäftsführer.

Besuchsverbot

Die Mitarbeiter – übrigens auch die des angegliederten Matthias-Claudius-Pflegeheims – würden bereits seit Wochen ausschließlich mit Mund- und Nasenschutz am Patienten arbeiten. Seit dem 17. März gibt es in beiden Einrichtungen ein Besuchsverbot.

Das Bünder Krankenhaus sieht von der Mühlen für die nächste Zeit gut vorbereitet. Eine Station wurde zur Isolierstation umfunktioniert, in nebenliegenden OP-Räumen wurden sechs Intensivbetten mit Beatmungsplätzen untergebracht. „Da die geplanten Operationen zurückgefahren wurden, hatten wir dort freie Kapazitäten“, sagt der Geschäftsführer. Durch vorhandene OP-Schleusen hätte man dort beste Voraussetzungen für Covid-19-Patienten. Seit zwei Wochen ist diese Station mit extra Personal in Betrieb, bislang wurden dort drei Patienten behandelt. Die normale Intensivstation werde „Covid-19-frei“ gehalten.

Lukas-Krankenhaus sieht sich gut gerüstet

Bislang sei es in Bünde noch zu keinen Personalausfällen gekommen. Die Lager seien gut mit Masken und Desinfektionsmitteln gefüllt. „Es ist toll, wie gut unser Personal zusammenhält. Alle – auch Patienten und Angehörige – wirken gut mit, auch wenn viele Einbußen in Kauf genommen werden müssen“, blickt von der Mühlen optimistisch auf die bevorstehende Zeit.

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