Fahrradreparaturstation wird vor dem Haus der Kulturen aufgestellt
Reifen wechseln oder Sattel einstellen

Enger (WB). Signalrot lackiert soll sie Radlern schon von Weitem ins Auge fallen: die Fahrradreparaturstation vor dem Haus der Kulturen (HdK). Die Stiftung Meilensteine im Kirchenkreis Herford hat der Initiative Willkommen, die im Haus der Kulturen die Fahrrad-Werkstatt „Fahrtwind“ betreibt, den „neuen Kollegen“ gespendet.

Samstag, 07.03.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 07.03.2020, 05:02 Uhr
Gewusst, wie’s geht: (von links) Ulrich Braun, Hermann Fleer, Kordula Schimke, Klaus Korfsmeier und Gerd Althoff zeigen die neue Fahrrad-Reparaturstation, die in den kommenden Wochen vor dem Haus der Kulturen in Enger installiert wird und dort zum Einsatz kommt. Foto: Dembert

Die Reparaturstation ist ausgestattet mit allen Werkzeugen, die zum Verstellen von Sattel- und Lenkerhöhe, Instandsetzen abgesprungener Ketten, Nachjustieren von Bautenzügen und Reifenwechseln benötigt werden. „Herzstück ist eine Luftpumpe für alle gängigen Ventile“, berichtet Hermann Fleer. Auch Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen können einen Boxenstop einlegen. In der zweiten Märzhälfte soll die Station auf einem Betonfundament installiert werden. Das ist notwendig, um den festen Stand der Säule zu gewährleisten, denn die verfügt über eine Haltevorrichtung, damit Räder in bequemer Höhe aufgehängt werden können.

QR-Code hilft

Im Pannenfall hilft ein QR-Code. „Wer nicht weiß, wie eine Reparatur durchzuführen ist, scannt den Code mit dem Handy und findet eine Anleitung“, erzählt Ulrich Braun, Mitglied von “Fahrtwind”.

„Hier in Enger wollten wir maßgeblich die Arbeit des Vereins ‚Willkommen‘ unterstützen“, sagt Klaus Korfsmeier von der Stiftung Meilensteine, die sich vor allem für Soziales, Erziehung und Bildung engagiert. Dem Kuratorium gefalle die Hilfe zur Selbsthilfe, die die Fahrradwerkstatt leiste.

Hobbyschrauber, keine Profis

Etwa ein Dutzend Räder reparieren die drei ehrenamtlichen Schrauber jeden Monat. „Eigentlich ist während unserer Öffnungszeiten dienstags von 9 bis 11.30 Uhr durchgehend Betrieb“, erzählt Ulrich Braun. Ursprünglich als Unterstützung für die in Enger lebenden Flüchtlinge etabliert, hilft „Fahrtwind“ auch jedem anderen Radler. „Allerdings sind wir kein professioneller Werkstattbetrieb sondern Hobbyschrauber und können nicht jede Reparatur übernehmen“, wirft Hermann Fleer ein und ergänzt: „Wir machen das, was früher immer der Opa für die Familie gemacht hat“. Zu zahlen ist lediglich der Materialwert.

Wer einfach nur Hilfestellung braucht, um sein Fahrrad selbst wieder flott zu machen, bekommt unterstützende Anleitung. 1400 Euro hat die Reparatursäule gekostet, die rund um die Uhr zugänglich sein wird. „Wir sind sehr stolz darauf, dass die erste Station dieser Art bei uns am Haus der Kulturen stehen wird“, sagt Inte-grationskoordinatorin Kordula Schimke.

E-Ladestation geplant

Auch einige Fahrradbögen soll es künftig am HdK geben. „Eine E-Ladestation wäre eine sinnvolle Ergänzung”, findet Schimke. Im Gespräch sei auch, eine weitere Fahrradstation am Busknotenpunkt Kleinbahnhof zu installieren, sobald Gelder dafür zur Verfügung stünden.

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