„Ortskern Enger 2025+“: Bürger geben Anregungen zur Stadtentwicklung
Maiwiese als Mehrgenerationenpark?

Enger (WB). Unterschiedlichste Komponenten machen eine Stadt attraktiv, geben ihr Profil. Welche das in der Widukindstadt sind und wo es akuten Nachbesserungsbedarf gibt, haben Interessierte am Dienstagabend während eines ersten Bürgerforums zur Erstellung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) „Ortskern Enger 2025+“ gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung, des Planungsbüros Tischmann/Loh und der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) aus Bielefeld erarbeitet.

Donnerstag, 05.03.2020, 14:01 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 15:00 Uhr
In Gruppen berieten Bürger und Experten über Freiraumgestaltung, Mobilität, Verkehr und Gebäude für den Stadtkern und das Schulzentrum. Foto: Daniela Dembert

„Wir wollen viele Aspekte wie Mobilität, Handel, Gewerbe und Wohnen einbeziehen und uns fragen, welche Rolle der Klimaschutz in Zukunft spielen wird“, erklärte Bürgermeister Thomas Meyer. Das ISEK, erläuterte Carsten Lottner von der DSK, bilde einen Fahrplan für die nächsten acht bis zehn Jahre, setze Prioritäten und orientiere sich auch daran, ob die Stadt (bei Förderung) ihren Eigenanteil von 30 Prozent der Kosten leisten kann.

Ziel Barrierefreiheit

Jennifer Hübner (Tischmann/Loh) stellte zunächst vor, wo die Planer Handlungsbedarf sehen. So sei die Gestaltung der Burg- und Steinstraße ein „Kind ihrer Zeit. Heute würden wir Barrierefreiheit mehr in den Vordergrund rücken“.

Wie mehrere andere sei der Kreuzungsbereich Kesselstraße/Hagenstraße sehr großzügig angelegt. „Das ist vielleicht nicht notwendig und dient nicht der Übersichtlichkeit und Orientierung“, sagte die Raumplanerin. Gliederungs- und Gestaltungsbedarf sehen die Experten auch auf dem Barmeierplatz sowie beim lückenhaften Fuß- und Radwegenetz.

60 Besucher

In mehreren Arbeitsgruppen legten die 60 Besucher ihre Vorstellungen für die Innenstadt und das Schulzentrum im Bezug auf Verkehr/Mobilität, Freiräume und Gebäude dar. Anregungen gab es zur Gestaltung der Maiwiese als Mehrgenerationenpark beispielsweise mit einem Soccer-Käfig für Jugendliche und weiteren Angeboten für den Erwachsenen-/Seniorensport. Auch für eine Verkehrsberuhigung der Mühlenstraße sprach man sich aus.

Nach wie vor hegen viele Engeraner den Wunsch, die Stiftskirche mit dem Barmeierplatz durch eine Treppe zu verbinden. „Das wäre eine Möglichkeit, sowohl den Barmeier- als auch den Kirchplatz aufzuwerten und das Kleinod Stiftskirche für Besucher mehr ins rechte Licht zu rücken“, findet Carola Ritterhoff.

Parkplätze in der City

Großes Thema: Parkplätze im Innenstadtbereich. Diese sollten für Einkäufe und Arztbesuche zur Verfügung stehen. Thematisiert wurden alternative Stellplätze am Innenstadtrand für im Stadtkern Arbeitende sowie Maßnahmen zur fahrradfreundlichen und barrierefreieren Gestaltung von Straßen und Wegen.

Mitglieder von Vereinen und Gruppen beklagen mangelnden Raum, um sich zu treffen. Ein Vorschlag seitens der Bürger ist der Erwerb und die Sanierung des denkmalgeschützten Fachwerkgebäudes an der Renteistraße. Dieses könnte als Stadtbild prägendes Bauwerk aufgewertet und dann öffentlich genutzt werden.

Zwei Expertenrunden

Auf das Bürgerforum folgt am Donnerstag, 12. März, die erste von zwei Expertenrunden zum Thema, bei der Vereine und Organisationen in die Planung eintauchen und ihre Anregungen erörtern können.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7310699?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514624%2F
Kritik an Antrag auf Kostenerstattung
Rheda-Wiedenbrück: Kritik an Antrag auf Kostenerstattung
Nachrichten-Ticker