Lesung: „Neue Bauern braucht das Land“ Plädoyer für gute Lebensmittel

Enger (WB). Für lebendige Höfe statt trister Agrarfabriken setzt sich Ophelia Nick in ihrem Buch „Neue Bauern braucht das Land“ ein. Sie liest daraus am kommenden Donnerstag, 6. Februar, auf Einladung der Engeraner Bündnisgrünen. Die Autorinnenlesung beginnt um 19.30 Uhr in der Galerie des Gerbereimuseums, Hasenpatt 4.

Tierärztin Dr. Ophelia Nick liest aus ihrem Buch „Neue Bauern braucht das Land“.
Tierärztin Dr. Ophelia Nick liest aus ihrem Buch „Neue Bauern braucht das Land“.

„Denken wir an Bauernhöfe, prägen häufig romantische Vorstellungen unser Bild: zufriedene Bauern, glückliche Tiere, idyllische Landschaften“, schreiben die Veranstalter. Doch die Realität sehe leider meist anders aus: „Agrarfabriken, Massentierhaltung und Monokulturen dominieren den ländlichen Raum.“

„Was wir brauchen, ist eine Agrarwende“, sagt Ophelia Nick. In ihrem neuen Buch „Neue Bauern braucht das Land“ will sie zeigen, wie die Deutschen diese realistisch gestalten können – ohne triste Agrarfabriken und mit lebendigen Höfen, von denen alle profitieren würden: Bauern, Verbraucher und Natur.

„Wachse oder weiche“

Das Motto „Wachse oder weiche“ präge derzeit die Landwirtschaft: Kleinbäuerliche Höfe würden immer häufiger aufgegeben, stattdessen übernähmen großindustrielle Agrarfabriken die Rolle der Lebensmittelproduzenten.

Doch dabei entstehe eine Landwirtschaft, die nicht nur Mensch, Tier und Natur schade, sondern auch der Erzeugung vielfältiger und gesunder Lebensmittel. Erklärtes Ziel der Tierärztin Ophelia Nick ist es, diese Entwicklung aufzuhalten und umzukehren. Für sie bedeutet eine moderne Landwirtschaft, „mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie“.

Worum es ihr nicht geht: ein Zurück in eine idealisierte Vergangenheit. Denn ihre „neuen Bauern« setzen durchaus auf Technik – solange sie Natur und Umwelt nicht schädigt.

Selbst Verpächterin eines Demeterhofes

In „Neue Bauern braucht das Land. Ein Plädoyer für gute Lebensmittel aus einer gesunden Umwelt“ erklärt Ophelia Nick, wie und warum sich die bäuerliche Landwirtschaft zur Agrarindustrie gewandelt hat. Sie stellt Vorreiterinnen und Pioniere vor, die andere Wege gehen und sich täglich für die Vision einer pestizidfreien, tiergerechten und artenreichen Landwirtschaft einsetzen.

Als Verpächterin eines mehr als 90 Jahre alten Demeterhofes weiß Dr. Ophelia Nick um die Sorgen und Nöte der Bauern. Sie besitzt selbst Schafe, ist Sprecherin der „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“ in Nordrhein-Westfalen. Bei den Grünen engagiert sie sich in der „Bundesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft & ländliche Entwicklung“ insbesondere für die Revitalisierung von Äckern und Fluren.

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