Kunstlandschaften und Deutsch-Japanische Stiftung bringen CD heraus Ein Geschenk für Japans Kaiserin

Enger (WB). Eigentlich sollte es nur ein Konzert zum Abschluss des Japan-Tages in Bethel sein. Nun ist das Programm von Christoph Ogawa-Müller auch auf CD aufgenommen worden. Diese soll der ehemaligen japanischen Kaiserin Michiko übergeben werden.

Von Christina Bode
Pastorin Petra Savvidis (von links), Eckhardt Koch, Kumiko Ogawa-Müller, Gesa Neuert und Christoph Ogawa-Müller stellen die CD vor, die der Kaiserin übergeben werden soll.
Pastorin Petra Savvidis (von links), Eckhardt Koch, Kumiko Ogawa-Müller, Gesa Neuert und Christoph Ogawa-Müller stellen die CD vor, die der Kaiserin übergeben werden soll. Foto: Christina Bode

„Deutschland Japan, Wege – Begegnungen. Im Zeichen der Maulbeere“ heißt das Album, das Ogawa-Müller zusammen mit dem Verein Kunstlandschaften und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bielefeld herausgegeben hat. Es umfasst 13 Titel, die mit der deutsch-japanischen Freundschaft zu tun haben. Fünf Stücke nehmen Bezug auf einen Gedichtband, in dem von der Kaiserin verfasste Gedichte veröffentlicht wurden. Diese Titel hat Ogawa-Müller selbst komponiert.

Konzert zum Japan-Tag

Das Konzert hatte Ogawa-Müller zum Abschluss des Japan-Tages in Bethel im September 2018 organisiert. Dieser fand zu Ehren des Kaiserpaares statt, das auf den Tag genau vor 25 Jahren die ostwestfälische Stadt besucht hat. Mitgestaltet wurde er neben den Musikern vom Japanisch-Kurs des Bielefelder Ceciliengymnasiums und Tänzerinnen der Ballettschule Iris Witte in Bad Oeynhausen.

Aufgrund ihres Studiums hatte die Kaiserin schon lange einen Bezug zu Bethel. „Sie sah Bethel als Beispiel für christliche Nächstenliebe“, erklärt Gesa Neuert, Präsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bielefeld. Der Übersetzer des Gedichtbands, Professor Peter Pantzer, habe Ogawa-Müller nach dem Konzert nach einem Mitschnitt gefragt. „Den gab es nicht, darum haben wir das Konzert noch einmal eingespielt“, berichtet Ogawa-Müller.

Jugenddialog fördern

Daran beteiligt waren Kumiko Ogawa-Müller (Spinett), Ruben Ramirez (Querflöte), Akiko Watanabe (Posaune), Yulika Ogawa-Müller (Cello), Leander Schlesier (Percussion), Hendrik Grothaus (Posaune), Florian Darm (Tuba, Posaune) und Christoph Ogawa-Müller (Stimme, Euphorium, Trompete). Die Aufnahmen wurden zum Teil in der Stiftskirche und zum Teil in der Musik- und Kunstschule Bielefeld gemacht. Auf der DVD sind noch einmal alle Stücke zu hören, untermalt mit Fotos von Siegfried Baron.

Ogawa-Müller war es wichtig, mit dem Projekt den Jugenddialog zu fördern. Viele der Musiker seien junge Leute, die sich – so hoffe er – durch das Projekt mit der japanischen Kultur beschäftigen.

Einladung für 2021

Eine Herausforderung werde es nun allerdings, der Kaiserin die CD zu übergeben, sagt Gesa Neuert. Geplant war ursprünglich, ihr die CD zum Ende ihrer Amtszeit im Mai zu übergeben. „Allerdings darf die Kaiserin keine Geschenke annehmen, die nicht vom kaiserlichen Hofamt geprüft wurden“, sagt Neuert. Außerdem habe man befürchtet, dass zu diesem Anlass so eine Schwemme an Geschenken ankommt, dass die CD die Kaiserin gar nicht erreicht. 2021 werden 160 Jahre deutsch-japanischer Freundschaftsvertrag gefeiert. In diesem Rahmen wollen die Musiker ihre CD dann vorstellen und die früherer Kaiserin dazu einladen.

Die Aufnahme ist für 15 Euro bei Christoph Ogawa-Müller oder im Gemeindebüro der evangelischen Gemeinde Enger erhältlich.

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