Ausschuss diskutiert über Kontrollen, Strafen und Schilder Wilder Müll: Gegenmittel gesucht

Enger (WB). Altglascontainer, an denen Elektroschrott abgeladen wird, Sperrmüll im Wald, achtlos weggeworfene Kippen und Plastikverpackungen – mit dem leidigen Thema „Wilder Müll“ hat sich der Ausschuss für Ordnung am Donnerstag beschäftigt. Eine Lösung scheint nicht in Sicht.

Von Ruth Matthes
Umweltsünder haben Computerbildschirme, ein altes Handys und anderen Müll an den Altglascontainern am Sportplatz Ringstraße abgeladen. Wie die Stadt Enger den wilden Mülls in den Griff bekommen kann, beschäftigt die Fraktionen des Rates.
Umweltsünder haben Computerbildschirme, ein altes Handys und anderen Müll an den Altglascontainern am Sportplatz Ringstraße abgeladen. Wie die Stadt Enger den wilden Mülls in den Griff bekommen kann, beschäftigt die Fraktionen des Rates. Foto: Ruth Matthes

Die CDU hatte das Thema im November im Rat auf die Tagesordnung gebracht. Im Fachausschuss sollte nun weiter darüber beraten werden. Die Union will die Verwaltung beauftragen, Maßnahmen zu entwickeln, um illegale Müllentsorgung zu verhindern und eine effektive Verfolgung dieser Ordnungswidrigkeiten durchzusetzen. Auch über die Beseitigungskosten für die Stadt erbat sie Auskunft.

Mehr Öffentlichkeitsarbeit

Konkret schlug die CDU vor, Schilder aufzustellen, Bußgelder zu erhöhen und zusätzliche Mitarbeiter des Ordnungsamtes einzusetzen, um die Verursacher zu ermitteln. Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit sollten die Bürger für die Problem sensibilisiert werden.

Wie Fachbereichsleiter Gerd Althoff erklärte, belaufen sich die Kosten für die Beseitigung illegalen Mülls 2019 auf 3635 Euro. Mitarbeiter des Bauhofes achteten bei ihren Einsätzen stets auf wilden Müll und kontrollierten den Müll auf Hinweise auf den Täter. „Weiteres Personal dafür abzustellen, verursacht hohe Kosten, würde die Abfallgebühren aller erhöhen und steht in keiner Relation“, sagte Bürgermeister Thomas Meyer.

Noch Beratungsbedarf

Stefan Böske (CDU) schlug vor, dem Abfallkalender einen Flyer zum Thema beizulegen. Dies begrüßte Regine Steffen (Grüne), die einen Erhöhung des Bußgeldes hingegen für wenig zielführend hält. Althoff ist jedoch skeptisch: „Wer nachts Müll illegal entsorgt, weiß, dass es strafbar ist. Der lässt sich von einem Flyer oder einem Schild nicht umstimmen.“

Hans Ebmeyer (SPD) schlug der Verwaltung vor, sich in Nachbarkommunen nach Lösungsansätzen umzuhören. „Wir sind für jede Anregung offen, die uns weiterbringt“, betonte Meyer. Da die SPD noch Beratungsbedarf hatte, wurde noch nicht abgestimmt.

Wohin mit E-Geräten?

Hier einige Infos zur legalen Müllentsorgung: Elektrogroßgeräte wie Waschmaschinen oder Kühlschränke können kostenlos im Rahmen der Elektroschrottsammlung jeden 3. Montag im Monat von 15 bis 18 Uhr auf dem Jahnplatz (Bolldamm-/Ecke Ringstraße) oder bei der SWK, Goebenstraße 40 in Herford, abgegeben werden. Am Jahnplatz werden auch Elektro-Kleingeräte entgegen genommen. Alt-Batterien, Alt-Handys, CDs und Korken können kostenlos in Sammelbehältern im Eingangsbereich des Rathauses entsorgt werden.

Giftige, ätzende, reizende, leicht entzündliche, brandfördernde und umweltgefährdende Stoffe können beim Schadstoffzwischenlager in Bünde oder beim Umwelt-Sammelmobil des Kreises kostenlos abgegeben werden. Abfälle von Renovierungsarbeiten können über die Boden- und Bauschuttdeponie in Kirchlengern entsorgt werden (5 Euro je Kofferraumfüllung).

Rest- und Sperrmüll

Sollte die Tonne für den Restmüll nicht reichen, gibt es in Zimmer E.23 oder E.24 des Rathauses für 3,80 Euro einen 70-Liter-Müllsack, der bei der Restmüllentsorgung neben die Tonne gestellt werden kann.Grün- und Gartenabfälle, die nicht mehr in die Biotonne passen, können bei Kompotec, Dornbrede 62, für 4,50 Euro je Pkw-Ladung (bis 100 Kilo) abgegeben werden.

Sperrmüll wird an elf festen Tagen im Jahr auf Bestellung abgeholt. Anmeldung in Zimmer E.23 oder E.24 im Rathaus. Gebühr: 15,30 Euro pro 50 Kilo, 13 Euro für ein Elektrogroßgeräte.

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