Stadt Enger schließt sich der Klärschlammverwertung OWL an
Neue Gesellschaft entsorgt Klärschlamm

Enger  (WB). Der Engeraner Klärschlamm wird künftig von der Klärschlammverwertung OWL GmbH entsorgt. Betriebsausschuss und die Stadt verständigten sich darauf, sich dieser Gesellschaft nach der Gründung anzuschließen. Als Vertreter der Stadt Enger wird Betriebsleiter Thomas Holz Mitglied der Gesellschafterversammlung sein.

Donnerstag, 07.11.2019, 14:04 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 19:10 Uhr
Wohin mit dem Klärschlamm? In Enger ist diese bislang offene Frage nun geklärt. Foto: dpa

Nachdem die Ratsmitglieder sich in ihrer Sitzung am 23. September nicht einigen konnten, ob sie der neu zu gründenden Klärschlammverwertung OWL GmbH oder Westfalen Weser Energie (WWE) den Zuschlag geben wollen, wurde ihnen diese Entscheidung nun quasi abgenommen. Denn die WWE zog ihr Angebot zurück.

Strategischer Partner gesucht

Die Stadt Enger wird sich nun mit anderen Kläranlagenbetreibern zur Klärschlammkooperation OWL zusammenschließen und gemeinsam einen strategischen Partner suchen, der mit dem Bau oder der Beteiligung an einer eigenen Monoverbrennungsanlage oder einer Beteiligung an einer bestehenden Anlage beauftragt wird.

Der Vorteil dieses Zusammenschlusses sei, eine wirtschaftliche, nachhaltige und ökologische Entsorgungssicherheit herstellen zu können. Ein Kooperationsmodell biete sich als wirtschaftliche Variante an, um eine langfristige, sichere Entsorgung zu gewährleisten und um nicht dauerhaft von den Preisschwankungen bei öffentlichen Ausschreibungen abhängig zu sein.

Verordnungen geändert

Die Klärschlammverbrennung in die eigene Hand zu nehmen, käme für die Stadt Enger nicht in Frage, weil eine Mindestmenge an Klärschlamm erforderlich ist, die die Stadt alleine nicht erreicht. Aktuell entsorgt sie den Klärschlamm über die Kläranlage Belke-Steinbeck.

Die Entsorgung wurde in den vergangenen Jahren – nachdem es Änderungen in der Abfallklärschlammverordnung und eine Novellierung der Düngeverordnung gab – immer schwieriger und kostenaufwendiger. Die gemeinsame Entsorgung erfolgt ab 2024. Der Standort der Anlage wird genau wie der neue Partner in einem Wettbewerb ermittelt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7047078?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514624%2F
Vereinzelt illegale Corona-Atteste
Symbolbild. Wo eine Maskenpflicht gilt, kann der jeweilige Hausherr entscheiden, ob er Atteste zur Maskenbefreiung anerkennt. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker