Erasmus-Projekt: WGE-Schüler informieren sich über Ausbildungsmöglichkeiten
Viele Länder, viele Chancen

Enger (WB). Sie kommen aus Italien, Spanien, England und Hessen und waren eine Woche am Widukind-Gymnasium zu Gast.

Dienstag, 05.11.2019, 16:00 Uhr
Eine Woche lang waren im Rahmen des Erasmus-Projekts Schüler und Lehrer aus Italien, Hessen, Spanien und England zu Gast am WGE. Foto: Dembert

45 Schüler und Lehrer erkunden in einem zweijährigen Erasmus-Projekt die Chancen, die ihnen der Bildungs- und Arbeitsmarkt in der Heimat und im europäischen Ausland bietet. Auf dem Programm während des einwöchigen Besuchs in Enger standen für die Gäste und die gastgebenden Schüler des WGE Besuche an den Universitäten Bielefeld und Osnabrück, wo sie Vorlesungen der Fachrichtungen besuchten, die ihnen interessant erscheinen.

Als Pendant zur akademischen Laufbahn gewährte die Handwerkskammer einen Einblick in die schulische Ausbildung verschiedener Berufe wie Frisör, Elektrotechniker und Konditor.

Fokus junger Menschen öffnen

Das WGE ist seit vielen Jahren an Projekten des Erasmus-Programms für Bildung, Jugend und Sport der europäischen Union beteiligt. »Die Idee ist es, den Fokus junger Menschen zu öffnen, ihnen Perspektiven aufzuzeigen, die über das ihnen bereits Bekannte hinaus gehen und zu vermitteln, dass auch eine Ausbildung oder ein Studium im Ausland ein Weg für sie sein können«, sagt Ralf Nauen, der das Erasmus-Projekt am WGE betreut.

Reihum werden die Länder, aus denen eine Delegation beteiligt ist, besucht. Zum Aufenthalt gehören auch kulturelle und geschichtliche Stationen, »damit die Schüler einen Gesamteindruck bekommen vom jeweiligen Gastland«, so Nauen. Zwischen 14 und 19 Jahren sind die Teilnehmer alt. Gemeinsame Sprache ist englisch. »Man redet deutlich mehr englisch und kommt in einen richtigen Flow«, sagt Jasmina (16). Die WGE-Oberstufenschülerin war im Zuge des Projekts bereits in Italien und hat festgestellt, dass sich trotz der Nähe des europäischen Landes, das Bildungssystem deutlich von dem hiesigen unterscheide.

Auch Camille (16) aus Großbritannien hat Unterschiede festgestellt zwischen ihrem und dem deutschen Schulsystem: »An deutschen Schulen werden wesentlich mehr Fächer unterrichtet«, sagt sie. Mateo kommt aus Spanien und hat schon viele europäische Länder bereist. In Spanien, so sagt er, sei der Unterricht weitaus theoretischer als in Deutschland. »Für mich ist es in jedem Fall eine Option, in einem anderen Land studieren zu gehen«, hat der 14-Jährige für sich festgestellt.

Alle zwei Monate auf Reisen

Etwa alle zwei Monate sind die am Projekt beteiligten Schulen auf Reisen, immer mit einer anderen Schülergruppe, um möglichst vielen Interessierten diese Ausblicke zu schaffen. »In Zeiten des Populismus und wieder wachsender Fremdenfeindlichkeit ist dies ein gutes Projekt, um zu zeigen, dass es auch anders geht«, sagt Ralf Nauen. Hier werde nicht nur Bildungs- sondern auch Friedensarbeit betrieben.

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