Pastoralvereinbarung am Grab des Sachsenherzogs übergeben
Alles begann mit Widukinds Taufe

Enger (WB). Drei Jahre lang haben Geistliche sowie hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter der katholischen Kirche an einem Konzept gearbeitet, das als Fundament des im Kreis Herford neu geschaffenen pastoralen Raums Wittekindsland dienen soll. Der Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, hat die Pastoralvereinbarung jetzt in Kraft gestellt.

Montag, 04.11.2019, 20:00 Uhr
Die Übergabe der Pastoralvereinbarung durch Prälat Monsignore Thomas Dornseifer (Mitte) an Dechant Gerald Haringhaus (2. von rechts) begleiteten Superintendent Michael Krause (rechts), Pfarrer Eckardt Koch (2. von links) und der stellvertretende Dechant Manfred Pollmeier (links). Die Übergabe fand in einem ökumenischen Gottesdienst in der Stiftskirche statt. Foto: Stefan Wolff

Prälat Monsignore Thomas Dornseifer brachte sie danach wieder zurück in das Wittekindsland. Dort übergab er sie am Sonntagnachmittag bei einem ökumenischen Gottesdienstes in der Stiftskirche Enger an den Leiter des pastoralen Raums, Dechant Gerald Haringhaus.

»Ein außergewöhnliches Ereignis«, nannte der Hausherr und Pfarrer der evangelischen Gemeinde Enger, Eckardt Koch, zu Beginn der Feier die Übergabe der Pastoralvereinbarung am Grab des Sachsen Widukind, dem Namensgeber des Pastoralen Raums. »700 katholische Jahre und 500 evangelische Jahre hat diese Kirche gesehen«, betonte er.

Dechant Gerald Haringhaus dankte der evangelischen Gemeinde für ihre Gastfreundschaft. Enger als Ort der historischen Auseinandersetzung um Widukind, dessen Taufe und die darauffolgende nachhaltige Evangelisierung der Region seien gemeinsamer Ursprung der beiden Konfessionen. Er dankte auch dem Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Herford, Michael Krause, der als Mitglied der Steuerungsgruppe den Prozess begleitet hat.

Pferd Widukinds im Wappen

Das Pferd Widukinds findet sich im Wappen des Kreises Herford, das Patchworkpferd »Fritz« ist wiederum das Maskottchen des pastoralen Raums. Auf dieses bezog sich Prälat Thomas Dornseifer in seiner Rede vor der Übergabe der Pastoralvereinbarung. »Viele Gemeinden und Verbände haben ihre unterschiedlichen Anteile gegeben, damit mit dem pastoralen Raum Wittekindsland etwas Neues und Schönes entsteht, das aber nicht in Konkurrenz zu dem Bestehenden tritt.«

Superintendent Michael Krause forderte die anwesenden Christen auf, die Religion als Unterbrechung der gewohnten Routine anzusehen. Gott gebe die Kraft, neue Wege zu gehen und sich neue Regeln zu setzen.

Gegen Ende der Feier dankte Haringhaus der Steuerungsgruppe und besonders deren Geschäftsführerin, Armgard Diethelm, für ihren Einsatz bei der Ausarbeitung der Pastoralvereinbarung. Außerdem stellte er Monika Reinkemeier als neue Verwaltungsleiterin des pastoralen Raums vor.

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