Erster Verschenke-Flohmarkt kommt gut an – Wiederholung für 2020 geplant
Enger räumt auf

Enger (WB). »Verschenken statt entsorgen« – so lautete das Motto des ersten Engeraner Verschenke-Flohmarktes »Enger räumt auf«, der am Sonntag stattgefunden hat.

Dienstag, 08.10.2019, 16:12 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 09:08 Uhr
Nicole und Lutz Plöger haben eine Sitz-Banane fürs Kinderzimmer und einige Kinderkleidungsstücke an dieser Station gefunden. Im kommenden Jahr möchte die Familie selbst mit einem Stand an »Enger räumt auf« teilnehmen.

An mehreren, über das Stadtgebiet verteilten Adressen, konnten Stöberer einpacken, was die Teilnehmer der Aktion nicht mehr brauchen, jedoch für zu gut zum Wegschmeißen erachten.

Initiiert wurde der Markt von Familie Petrusch-Roebers und dem Kultur- und Verkehrsverein. »Wir sind fast all unsere Sachen losgeworden«, sagt Ideengeberin Sonja Petrusch-Roebers, »haben selbst jede Station besucht und etwas mitgenommen.« Fingerfarben für den nächsten Besuch der Nichte und kleine Wohnaccessoires hätten sie unter anderem erbeutet.

Positives Feedback

Das Feedback der Teilnehmer sei positiv gewesen, alle stünden hinter dem Nachhaltigkeitsgedanken.

Auch Daniela Dembert vom Kultur- und Verkehrsverein zeigt sich zufrieden mit dem Auftakt der Aktion, die künftig jährlich stattfinden soll. »Es haben sich sogar noch einige Kurzentschlossene drangehängt. Ich habe an einigen Stellen rote Fahnen am Straßenrand gesehen, die auf zu Verschenkendes hindeuteten.« Für das kommende Jahr wisse man nun, wo am Konzept nachzubessern sei.

Beim nächsten Mal auch Verkaufen

»Beim nächsten Markt sollten wir darüber nachdenken, ob man es den Teilnehmern nicht freistellt, zu verschenken oder zu verkaufen. Es gab Rückmeldungen von Menschen, die diese Aktion im Sinne der Vernetzung und der Nachhaltigkeit zwar gut finden, aber für ihre Waren gerne noch einen kleinen Obolus hätten«, sagt Dembert. Auch wolle man den Markt früher im Jahr stattfinden lassen, um eine bessere Wettergarantie zu haben.

»Eine super Idee«, findet Nicole Plöger, die mit ihrer Familie von Station zu Station gefahren ist. »Beim nächsten Mal machen wir auch einen Stand«, sagt die Mutter. »Bei drei Kindern hat man ständig Spielzeug und Kleidung, die nicht mehr gebraucht wird, hat aber umgekehrt auch immer Bedarf an verschiedenen Dingen«, sagt Lutz Plöger. Er sehe die Aktion auch als Hinweis an Kinder und Jugendliche, dass nicht alles, was das Herz begehrt, neu gekauft werden müsse, sondern durch Tauschhandel das Taschengeld geschont werden könne.

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