Sieben Künstler zeigen 50 Werke im Rathaus
Von abstrakt bis gegenständlich

Enger (WB). »Umschau/Umsicht« – so lautet der Titel der Kunstausstellung, die an diesem Dienstag, 1. Oktober, um 19 Uhr im Rathaus eröffnet wird. Sieben Künstler, die im Engeraner Verein Kunstlandschaften miteinander vernetzt sind, geben einen Einblick in ihr Schaffen.

Dienstag, 01.10.2019, 06:00 Uhr
Christoph Ogawa-Müller wirbt für die Kunstlandschaften-Ausstellung, die diesen Dienstag im Rathaus eröffnet. Foto: Daniela Dembert

Einen thematischen Konsens gibt es laut Christoph Ogawa-Müller ganz bewusst nicht. »Umschau: Eine Flut von Bildern umdrängt uns tagtäglich, dessen können wir uns nicht erwehren«, sagt der Vorsitzende der Kunstlandschaften.

Wer jedoch umsichtig den Blick schweifen ließe, erkenne auch den reflektorischen Prozess, der dem Schaffen der Künstler zugrunde liege. »Malen ist eine ganz andere Art der Wahrnehmung«, betont Ogawa-Müller.

50 Werke zu sehen

Etwa 50 Werke der Künstler Marion Basse, Hildegard Bergmeier, Martina Brüne, Klaus-Dieter Conrad, Christine Horvath, Anne Mittag und Jakob Reh finden sich im ersten und zweiten Obergeschoss des Rathauses.

Ebenso unterschiedlich wie die Motive sind auch die angewandten Techniken und verwendeten Materialien. Gegenständliches korrespondiert mit Abstraktem, es geht um den inneren Ausdruck, um Ästhetik, Perspektive und um Emotion.

Während die Ölmalereien Hildegard Bergmeiers nahezu mystisch anmuten, sind die Aquarelle von Klaus-Dieter Conrads geprägt von Naturmotiven und Bauwerken der Region, zeigen beispielsweise das Hücker Moor und das Hermannsdenkmal.

Komposition von geometrischen Elementen

Die Bad Salzuflener Malerin Marion Basses zeigt zwei Serien, in denen sie sich auf die Komposition von geometrischen Elementen und dem Erzeugen von Räumen und Räumlichkeit konzentriert.

Jakob Reh hat es mit seinen Dot-Paintings schon zu einiger Bekanntheit im In- und Ausland gebracht, stellte zuletzt im August bei der internationalen Kunstmesse in Berlin aus. Seine Bilder bestehen, an den Pop-Art-Stil Warhols erinnernd, hauptsächlich aus Punkten, die sich zu einem Gesamtwerk zusammen fügen.

Experimentierfreudige Malerin

Martina Brüne – frisch vermählt – ist den meisten eher noch als Martina Wadewitz bekannt. »Einen echten Stil wird man bei mir vermissen«, sagt die experimentierfreudige Malerin, »weil mich meine innere Stimme führt, die Natur mich inspiriert und das Leben sich jeden Tag neu zeigt«.

Von naturalistisch, über stilisiert bis abstrakt reicht die Palette der Bielefelderin Anne Mittag. Auch sie wird eine Auswahl von Werken präsentieren. Letzte in der Runde ist Christine Horvarth, die sich vor allem mit der Malerei naturalistischer Menschen- und Tierporträts befasst.

Musikalisch umrahmt wird der Abend von Harald Bellmann am Saxophon.

Kunstlandschaften

Der Verein Kunstlandschaften ist breit aufgestellt. Neben der Präsentation zeitgenössischer bildender Künstler ist der Verein auch mit der Verwaltung des Hellinge-Nachlasses betraut, aus welchem Teile jetzt als Dauerleihgabe an die »Petite Galerie du Louvre« gegangen sind. In der Sparte »Klangräume« werden außerdem musikalische Projekte verwirklicht.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6969835?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514624%2F
Maskenpflicht in NRW auch im Unterricht
Symbolbild. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker