Fridays for Future: Umweltschützer demonstrieren erstmals vor Ausschusssitzung
Weltweiter Klimastreiktag auch in Enger

Enger (WB). Sie setzen sich für Klimaschutz ein und gehen dafür regelmäßig auf die Straße: Die Engeraner Gruppen Fridays und Parents for Future. Im September haben sie viel vor. Vor jeder Ausschuss-Sitzung wollen sie eine Mahnwache vorm Rathaus halten, am 20. September soll eine große Demonstration stattfinden.

Samstag, 07.09.2019, 14:00 Uhr
Premiere am Rathaus: Mitglieder der Engeraner Gruppen Fridays und Parents for Future halten eine Mahnwache, um die Politiker – in diesem Fall die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Soziales – darum zu bitten, in ihren Entscheidungen stets die Folgen fürs Klima zu bedenken. Foto: Ruth Matthes

Am Donnerstagabend trafen sich die Umweltschützer erstmals vor dem Rathaus, um die eintreffenden Kommunalpolitiker daran zu erinnern, dass sie bei ihren Entscheidungen stets die Klimafolgen berücksichtigen sollten. »Das Thema betrifft jeden Ausschuss, auch den für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Soziales, der heute tagt«, sagt Norma Antholz, eine der Initiatorinnen der Parents for Future.

Klimanotstand

Bis zur Ratssitzung am 23. September will die Gruppe vor jedem Ausschuss präsent sein. Dann soll erneut über die von den Grünen vor den Ferien eingebrachte Resolution zum Klimanotstand beraten werden. Zunächst hatte der Rat nämlich Beratungsbedarf angemeldet. Die Maßnahme soll dazu führen, dass Städte bei künftigen Entscheidungen immer die Frage nach der Klimaverträglichkeit stellen müssen.

»Uns ist es ernst. Wir wollen mit unseren Mahnwachen betonen, dass es wichtig ist, dass die Stadt mit dieser Resolution ein Zeichen setzt – auch in Richtung Landesregierung«, so Ant­holz.

Demonstration

»Es ist fünf nach zwölf«, erklärt ihre Mitstreiterin Daniela Bultmann. Darum beteiligen sich die Fridays auch am weltweiten Klimastreiktag, der am Freitag, 20. September, stattfindet. Um 12.05 Uhr startet die Demonstration am Widukind-Gymnasium. Von dort zieht die Gruppe zur Realschule, um weitere Schüler mitzunehmen. »Erster Stopp ist am Rathaus, wo es eine Zwischenkundgebung geben wird«, erzählt Bultmann. Die Engeraner Fridays wollen sich dort an die Stadt wenden und auf die Wichtigkeit hinweisen, den Klimanotstand auszurufen.

Weiter geht es zum Barmeierplatz, wo eine große Kundgebung mit mehreren Redebeiträgen, unter anderem der Herforder und Bünder Fridays, geplant ist. Unterbrochen werden die Reden von einem jungen Sänger, der Lieder über die Klimakrise schreibt.

60 Vereine eingeladen

Sorgen um zu wenig Beteiligung müssen sich die Organisatoren wohl nicht machen. Neben Fridays aus Bünde und Herford haben sich auch Lehrer aus den Nachbarstädten angekündigt. Sie wollen mit Schülern an der Demonstration teilnehmen. Die Engeraner haben zudem 60 Vereine, Institutionen und Organisationen angeschrieben und zur Teilnahme aufgerufen. »Wir haben schon viel positives Feedback bekommen und hoffen auf rege Beteiligung«, sagt Daniela Bultmann.

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