Drei junge Männer sollen am WGE Marihuana und Ecstasy verkauft haben Schüler als Drogendealer?

Enger (WB). Sie wollten wohl das schnelle Geld – und müssen sich nun vor Gericht verantworten. Drei Männer im Alter von 18, 19 und 20 Jahren sollen am Widukind-Gymnasium Enger (WGE) laut Staatsanwaltschaft Bielefeld einen »schwunghaften Drogenhandel« betrieben haben.

Von Moritz Winde
Im Widukind-Gymnasium soll laut Staatsanwalt der schwunghafte Drogenhandel betrieben worden sein.
Im Widukind-Gymnasium soll laut Staatsanwalt der schwunghafte Drogenhandel betrieben worden sein. Foto: Moritz Winde

Zumindest ein Mitglied des Dealer-Trios soll nach Angaben von Dr. Tanja Schwöppe-Funk zum Zeitpunkt der illegalen Geschäfte selbst Schüler des Gymnasiums gewesen sein. Schwöppe-Funk ist die Vorsitzende Richterin des Herforder Jugendschöffengerichts, vor dem der Prozess am Donnerstag, 5. September, um 9 Uhr in Saal 309 beginnt.

Neben Marihuana sollen die Angeklagten auch Ecstasy an ihre Mitschüler verkauft haben.

Angeklagt sind insgesamt 31 Fälle. Die Beschuldigten sollen Marihuana und Ecstasy-Tabletten im Schulgebäude und auf dem Schulhof verkauft haben. In allen Fällen soll es sich um kleinere Mengen Rauschgift gehandelt haben, die Konsumenten sollen zwischen zwei bis vier Gramm Gras und bis zu 20 Ecstasy-Pillen abgenommen haben.

Die angeklagten Taten liegen bereits zwei Jahre zurück. Im September 2017 flogen die mutmaßlichen Rauschgifthändler auf – offenbar durch den Tipp eines Zeugen. Im Schulgebäude des WGE soll einer der drei von Polizisten festgenommen worden sein. Bei seiner Durchsuchung sollen die Beamten Drogen gefunden haben.

Woher die vermeintlichen Dealer den »Stoff« bezogen haben, ist unklar. Die Hauptverhandlung soll Klarheit darüber bringen. Neben den Zeugenaussagen sollen eindeutige Whats-App-Verläufe ein wichtiger Bestandteil der Beweisaufnahme sein.

Rechtsanwalt Dr. Marc Schallow verteidigt den jüngsten Angeklagten. Er sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, er hoffe, dass es bei den »Jungs Klick gemacht« habe. »Die Gefahren von Drogen sind nicht zu unterschätzen.«

Kommentare

Na klar....

....die armen vom tatsächlichen Leben noch nicht erreichten Schüler, die mangels Intelligenz und Bildung in den Sog der Illegalität geraten sind.... Verurteilen und zwar mit empfindlichen Srtrafen !!!

diese

Dealer sollte man genauso hart bestrafen wie in den Südamerikanischen Ländern bis zu 30 Jahre ins Gefängnis..

2 Kommentare

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