Betreiber Detlef Klute hat den DRK-Kleiderladen vor zwei Jahren eröffnet
»Wir erreichen eine schwarze Null«

Enger (WB). »Die Bedenken, dass es vielleicht nicht gut geht, sind zerstreut«, sagt Detlef Klute. Zwei Jahre nach der Eröffnung des DRK-Kleiderladens zieht der 60-Jährige eine positive Bilanz. Mit den Erlösen aus dem Verkauf von Second-Hand-Kleidung können Miete und Nebenkosten für das Geschäft in der Mathildenstraße 7 in Enger erwirtschaftet werden.

Freitag, 07.06.2019, 13:00 Uhr
Am 1. Juni 2017 hat Detlef Klute den DRK-Kleiderladen in der Mathildenstraße 7 in Enger eröffnet. Seitdem kann er sich neben Ehefrau Klaudia auf ein Dutzend ehrenamtliche Helfer verlassen, um dreimal pro Woche für die Kunden da zu sein. Foto: Klaus Münstermann

»Wir erreichen eine schwarze Null«, sagt Klute und weiß, bei wem er sich zu bedanken hat. »Der Erfolg basiert auf drei Säulen. Den Spendern, den Kunden und den Helfern. Bricht eine dieser Säulen weg, wird’s schwierig.«

Dank gilt den Spendern, Kunden und einem Dutzend Helfer

Von Beginn an kann sich Klute neben seiner Ehefrau Klaudia auf ein Dutzend ehrenamtliche Mitarbeiter verlassen. Die Ältesten unter ihnen sind Liesel Schröder (80 Jahre) und Peter Probst (81). »Sie sind nach zwei Jahren alle noch dabei. Das spricht dafür, dass es ihnen viel Spaß macht«, so Klute, der betont: »Wir sind aber kein geschlossener Zirkel, sondern freuen uns auch über neue Leute, die sich engagieren wollen.«

Wenn Detlef Klute sich an den Eröffnungstag am 1. Juni 2017 erinnert, gesteht ein: »Wir sind von der Entwicklung und dem Bedarf der Kunden etwas überrollt worden. Wir wollten ursprünglich nur donnerstags am Vor- und Nachmittag öffnen und eine Mittagspause machen. Aber das hat schon am ersten Tag wegen des Andrangs nicht geklappt.«

Die Vorteile seines Sortiments für kleines Geld liegt für Detlef Klute auf der Hand: »Wir betreiben ein Stück Nachhaltigkeit, indem wir Kleidung und Textilien ein zweites Mal ihrer ursprünglichen Bestimmung zuführen.« Auch Käufer, die empfindlich auf Schadstoffe reagierten, wüssten das zu schätzen, da die Ware in ihrem ersten Leben schon häufiger gewaschen wurde.

Inzwischen ist der Laden an drei Tagen in der Woche geöffnet

Zudem achten Klute und sein Team darauf, dass Kleidungsstücke einen geringen Synthetikanteil haben. »Ab und zu kommt es vor, dass Leute gezielt nach Sachen für Motto-Partys etwa der 60er oder 70er Jahre fragen. Und auch die werden fündig«, erzählt Klute. Im Jahr 2018 seien 180 Kubikmeter Textilien in 3000 Arbeitstunden an 160 Öffnungstagen bewegt worden. Der Kleiderladen hat mittlerweile an drei Tagen in der Woche geöffnet. Mittwochs und samstags von 10 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 18 Uhr. In dieser Zeit können auch Spenden abgegeben werden.

Finanzieller Überschuss wird gespendet

Seit etwa vier Wochen wird der finanzielle Überschuss des Ladens in ein gesundes Frühstück für Grundschüler investiert. Jeweils am Montag hat Klute der Grundschule Belke-Steinbeck/Besenkamp frisches Obst gestiftet. »Das wollen wir dauerhaft machen«, sagt Detlef Klute.

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