Rolf Siemers (SPD) schlägt geschützten Radfahrstreifen an der Bielefelder Straße vor
Mit dem Fahrrad bis nach Bielefeld

Enger (WB). Wer als Radfahrer nach Bielefeld möchte, der ist auf der Bielefelder Straße gefährlich unterwegs. Rolf Siemers hat sich Gedanken gemacht, wie man die Strecke für Radler sicherer gestalten kann.

Donnerstag, 09.05.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 09:30 Uhr
In einer Montage hat Rolf Siemers (Foto) simuliert, wie die Bielefelder Straße mit »Protected Bike Lanes« aussehen könnte. Radfahrer wären so sicherer unterwegs. Foto: Rolf Siemers

»Der Streckenverlauf auf der Bielefelder Straße ist für Radfahrer optimal, um die Nachbarstadt zu erreichen«, sagte das SPD-Mitglied im Ausschuss für Stadtplanung, Infrastruktur und Umwelt. Aufgrund der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern für Autos und unzureichender Vorkehrungen für Radfahrer werde die Strecke aktuell aber selten genutzt.

Das ließe sich ändern, wenn Fahrradfahrer sich sicherer fühlten, meint Rolf Siemers und schlägt vor, die weitgehend ungenutzten Seitenstreifen zu sogenannten »Protected Bike Lanes« umzubauen, wie es auch schon in anderen Städten gehandhabt wird.

Kostengünstige Lösung

Mit einfachen und verhältnismäßig kostengünstigen Mitteln könnte dieser durch Poller geschützte Radfahrstreifen entstehen. »Durch Verschiebungen der Markierungen in östliche Richtung um zwei Meter gergeben sich zwei komplette Fahrstreifen«, sagt Siemers. Auf der westlichen Seite würden so zwei Meter gewonnen, die als Schutzstreifen zur Verfügung gestellt werden könnten.

Die in mehreren Bereichen vorgeschriebene Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern könnte seiner Ansicht nach auf die gesamte Strecke erweitert werden.

Verschiedene Nutzergruppen

Als möglichen Nutzerkreis führt Siemers zum Beispiel radfahrende Schüler aus Oldinghausen, Eickum oder Stedefreund an, die zu den weiterführenden Schulen nach Enger möchten, berufstätige Pendler aus Enger und Umgebung, aber auch Radwandergruppen. Darüber hinaus werde die Gruppe derjenigen, die auf das Auto verzichten, immer größer. Die Stadt Bielefeld wolle bis 2030 den Autoverkehr sogar halbieren.

Auch wenn diese Idee bei den Engeraner Ausschussmitgliedern auf Zustimmung stieß, kann die Stadtverwaltung nicht alleine entscheiden, ob sich eine solche Umbaumaßnahme lohnt. Zuständig für die Verbindungsstraße nach Bielefeld ist die Landesbehörde Straßen NRW.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6597396?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514624%2F
Bielefeld steht vor kritischer Inzidenz-Marke
Corona-Reihentests als Folge einer Familienfeier: Die Ergebnisse von 800 Schülern und Lehrern, von denen im Drive-In-Testzentrum Anfang der Woche Abstriche genommen wurden, sollen Donnerstag vorliegen. Derweil weiten sich die Folgen der Feier aus: eine elfte Schule und eine Kita sind jetzt betroffen. Foto: Bernhard Pierel
Nachrichten-Ticker