Biologische Station beendet Schnittsaison 2018/2019 im Enger Bruch
Weidenabfälle werden gehäckselt

Enger (WB). In Enger haben die sechs Praktikanten der Biologischen Station Ravensberg an einem schönen Standort im Naturschutzgebiet Enger Bruch die letzten Schnittreste der Kopfweidenpflegeaktionen in diesem Winter gehäckselt. Der Gehölzrückschnitt lag schon seit Ende Februar am Boden.

Mittwoch, 03.04.2019, 15:00 Uhr
Die Kopfweide ist beschnitten, damit sie wieder austreiben kann. Freiwillige Helfer der Biologischen Station Ravensberg haben das Gehölz jetzt aus dem Enger Bruch abgefahren. 6430 Kopfweiden hat die Station in 23 Jahren gepflegt, jetzt kamen 226 hinzu.

Denn ab dem 1. März dürfen nach dem Naturschutzgesetz in NRW keine Gehölze mehr in der freien Landschaft abgesägt werden, um Tiere und Pflanzen in ihrer Entwicklung zu schonen. Jetzt sind auch alle anderen Arbeiten, die im Zusammenhang mit der Kopfweidenpflege stehen, abgeschlossen.

6430 gepflegte Kopfweiden

Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer der Biologischen Station im Kreis Herford erledigen diese Arbeit seit 23 Jahren mithilfe der Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und den Bundesfreiwilligen (BFD) im gesamten Kreisgebiet. »Mit 226 Bäumen erreichten wir diesen Winter ein gutes Ergebnis«, sagte Dennis Böse, Praktiker bei der Station, »die milden Temperaturen am Winteranfang und die gefrorenen Böden im Januar haben uns die Arbeit erleichtert«. Insgesamt kann die Station inzwischen auf die stattliche Anzahl von über 6430 gepflegten Kopfweiden verweisen.

Früher war die Pflege der Kopfbäume fest geregelt: Jeden Winter wurden immer einige zurückgeschnitten, das Holz kam in den Ofen und die Zweige wurden zu Körben, Zäunen und anderen Nutzgegenständen geflochten. Im Sommer wurden die Äste als frisches Grün an das Vieh verfüttert. Mit den Jahren entwickeln die Bäume – meist Weiden, viel seltener sind Hainbuchen oder Pappeln – eine besondere Wuchsform: kurz, aber dafür stämmig mit einem dicken Kopf.

Kronen werden zu groß

Werden sie nicht mehr geschnitten, wächst mit den Jahren eine große Krone mit vielen Ästen heran – oft zu viel für einen Baum mit einem so kurzen Stamm. Um die für viele Tierarten wertvollen Kopfbäume vor dem Auseinanderbrechen zu bewahren und ihren Schutz langfristig zu sichern, müssen sie gepflegt und auch nachgepflanzt werden, wo sie schon verschwunden sind. Die Biologische Station hat ihren Sitz in Kirchlengern.

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